Turnen-Sparte

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HANDS OF FAME - Verein nimmt Handabdrücke von Fabian Hambüchen – Kontakt durch die MTV-Turner

Die Sportler des MTV Wittmund und der Vorstand von „Hands of Fame“ ist froh, endlich  die Handabdrücke von Fabian Hambüchen (4. v. l.) zu haben.   BILD: Wolfgang Malzahn
Die Sportler des MTV Wittmund und der Vorstand von „Hands of Fame“ ist froh, endlich die Handabdrücke von Fabian Hambüchen (4. v. l.) zu haben. BILD: Wolfgang Malzahn

Für das Treffen war eine intensive Vorarbeit notwendig – jetzt hat es geklappt.

WITTMUND. (mwz) Auf diese Handabdrücke bin ich richtig stolz“, sagt Gerd Thellmann, 2. Vorsitzender des Vereins „Hands of Fame“: „Immerhin habe ich deswegen mehr als zehn Jahre lang Schriftverkehr mit Fabian Hambüchen und seinem Manager gehabt. Jetzt war wohl die große Gelegenheit.“ „Hands of Fame“ hat dank des Engagements der Kunstturner des MTV Wittmund mit Jörn Lumpe an der Spitze die Handabdrücke von Deutschlands erfolgreichstem Kunstturner aller Zeiten bekommen.

Die intensive Vorarbeit aller Beteiligten zeigt wieder einmal, wie schwierig es sein kann, an Promis heranzukommen, die unter Umständen noch nie zuvor etwas von „Hands of Fame“ oder der Stadt Wittmund gehört haben, so der Verein in einer Mitteilung. So hat sich nicht nur Thellmann schriftlich an das Management des nur 1,63 Meter großen „Turnflohs“ gewandt. Als Jörn Lumpe wusste, dass er zusammen mit seinen Kunstturnkollegen vom MTV zur Turn-Weltmeisterschaft nach Stuttgart fahren würde, wurde er ebenfalls aktiv. „Wir haben die Karten für die Veranstaltung schon vor 54 Wochen bestellt“, erzählt der sportliche Immobilienkaufmann: „Seitdem gab es sechs Telefonate und mehr als zehn Mails sowie diverse Briefe an den Manager von Fabian Hambüchen.“ Um zu verdeutlichen, dass es sich bei den Wittmundern um echte Fans des Turnsports handelt, hatte Lumpe zahlreiche Fotos und Zeitungsberichte von erfolgreichen Wettkämpfen und Showauftritten der MTVler beigelegt.

 

Vor allem wurde in den Mails darauf hingewiesen, dass einer von Hambüchens besten Freunden, der mehrfache Deutsche Meister im Mehrkampf, Andreas Toba, bereits seine Handabdrücke abgegeben hatte. Toba, der weltweit für Aufsehen gesorgt hatte, als er bei den Olympischen Spielen trotz eines Kreuzbandrisses nach der Bodenkür für die deutsche Mannschaft noch seine Kür am Pferd geturnt hatte, sollte seine in Ton gebrannten Hände in Stuttgart überreicht bekommen. Doch daraus wurde nichts. Lumpe: „In die Schleyer-Halle durfte man nichts mit reinnehmen – nicht einmal einen Apfel oder eine Wasserflasche. Die 35 Kilo schweren Handabdrücke hatten da natürlich überhaupt keine Chance.“

Trotzdem – ganz kurzfristig bekamen die Wittmunder Bescheid, dass das Treffen mit dem Weltmeister von 2007 und Olympiasieger von 2016 möglich ist. „Fabian Hambüchen kam pünktlich auf die Minute“, staunte Lumpe. Recht jovial unterhielt er sich mit den Wittmunder Kunstturnern und wollte genau wissen, wo denn dieses ostfriesische Städtchen liegt. Fasziniert zeigte er sich davon, dass der weltbekannte Sportmediziner Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt aus Wittmund-Leerhafe stammt und dessen Handabdrücke ebenfalls in der Fußgängerzone liegen. Jörn Lumpe: „Wir hatten den Eindruck, dass Fabian ein wirklich sympathischer Mensch ist. Die Sache mit den Handabdrücken hat nur rund 20 Minuten gedauert. Aber in dieser Zeit hat er sich sehr intensiv mit uns beschäftigt.“ Lustig war, dass in dem Hotel, in dem sich die Wittmunder Delegation mit Hambüchen traf, spontan kein Tisch zur Verfügung stand und die Prozedur an der Rezeption stattfinden musste. Das funktionierte dann allerdings nur, als sich der 1,63 Meter große Weltklasse-Turner, der 2017 seine sportliche Karriere beendete, auf die Zehenspitzen stellte.

Wenn die Handabdrücke fertig gebrannt sind, will Lumpe den Olympiasieger wieder anschreiben und ihn nach Wittmund einladen. „Wenn wir das hinkriegen, dass Fabian Hambüchen bei uns eine Übungseinheit mit dem MTV-Kunstturn-Nachwuchs macht, das wäre natürlich ein echter Knüller.“

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 21.10.2019