Gesamtsieg ist dem Läufer der LG Braunschweig kaum noch zu nehmen / DeutlicherVorsprung / Tolle Stimmung auf dem Auricher Marktplatz schon vor dem Start /Neuer Teilnehmerrekord erreicht.

von Thomas Breves – Egels/Aurich: Schon eine halbe Stunde vor der Zielankunft in Aurich lief Heino Krüger so richtig heiß. Das Gesicht und die Stimme des Ossiloops hatte sich gestern Abend so richtig in Schale geworfen. Weißes Hemd, schwarze Fliege, schwarze Hose und einen Frack hatte er angelegt. Nur die schwarzen Turnschuhe wollten nicht so richtig ins Bild passen. Krüger ist für seine markigen Sprüche bekannt, wenn er die Läufer ins Ziel begleitet, scheint jeden von ihnen zu kennen und auch die Lauffans entlang der Zielgeraden auf dem Auricher Marktplatz schien er gestern alle persönlich begrüßen zu wollen – und sei es nur, indem er eine Handvoll Konfetti auf den Köpfen der Zuschauer verteilte.

Von alldem bekamen die 3170 Starter des Ossiloops, die gestern auf dem Sportplatz in Egels-Popens die 9,6 Kilometer angingen, nur wenig mit. Erstmals wurde die magische Marke mit angehenden Dörlopern und Tagesläufern geknackt – ein neuer Rekord.

 

  

Die ersten Vier der dritten Etappe unter sich: Matthias Heinken (von links, TV Norden), Weldetinsae Teklemariam (LG Uplengen), Stephan Immega (LG Harlingerland) und Andreas Kuhlen (LG Braunschweig) BILD: THOMAS BREVES

 

Schnellste weibliche Teilnehmerin wurde erneut Nanke Smid. Die Jugendläuferin benötigte für die dritte Etappe 38:35 Minuten. Sie kam knapp eine Minute vor Verfolgerin Luisa Kisch ins Ziel. Rekordverdächtig war auch die Zeit, die Andreas Kuhlen (LG Braunschweig) für das kürzeste Teilstück des Ossiloops benötigte, wenngleich er sein angestrebtes Ziel, unter 30 Minuten zu bleiben, um 34 Sekunden verfehlte. Von Beginn an lief er ein einsames Rennen, keiner konnte ihm folgen. Noch am vergangenen Sonntag war der gebürtige Cloppen- burger bei einem Staffellauf in Rastede am Start. Mit großem Vorsprung vor Stephan Immega lief er jetzt in Aurich ein und die Lauffans wussten die Leistung angemessen zu würdigen. Immerhin feierte er mit dem Etappensieg den Hattrick beim Ossiloop. Es ist kaum zu erwarten, dass ihm noch jemand den Gesamtsieg streitig machen kann. „Die Strecke am Kanal hat was“, stellte er nur wenige Minuten nach seinem Zieleinlauf fest.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 10.05.2017