Anmeldefrist ist abgelaufen – Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern gehen an den Start

Virtualität ermöglicht es den Läufern dieses Jahr beim Ossiloop von ihrer Haustür  aus zu starten - von überall auf der Welt.   Karte: Max Wappler
Virtualität ermöglicht es den Läufern dieses Jahr beim Ossiloop von ihrer Haustür aus zu starten - von überall auf der Welt. Karte: Max Wappler
 

Unter den gemeldeten Läufern befindet sich viel Prominenz aus der Literaturszene und dem Fernsehen.

Ossiloop-Organisator Edzard WirtjesarchivBILD: Thomas Breves
Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes  BILD: Thomas Breves
 

OSTFRIESLAND. (ah/AS) Dieses Jahr ist alles anders – zumindest beim Ossiloop. Das ist nicht nur der App geschuldet, mit deren Hilfe jeder von zuhause aus loslaufen kann, sondern auch dem Starterfeld. Durch die App ist der Lauf viel internationaler und mit Teilnehmern besetzt, die hier eher nicht als Läufer bekannt sind. Der Meldestand hat die 2000er Grenze überschritten. Starten wollen jetzt auch zunehmend Walker und Wanderer an. Anmeldungen sind aber noch bis zum 25. April online möglich. Die App ist erfolgreich getestet worden und befindet sich jetzt in der Antragsphase bei Google und Apple. Am 25. April wird es als Warm-Up einen Testlauf zwischen 10 und 16 Uhr für alle Teilnehmer geben.

Im Rahmen der Abmeldefrist hatten sich etwa 40 Prozent der Teilnehmer dazu entschieden, nicht mitzumachen. Weitere zehn Prozent haben Startplatz auf 2021 übertragen. Auch Neuanmeldungen sind eingetrudelt. Sie kommen aus der ganzen Welt – inzwischen aus acht Ländern: Österreich, Schweiz, USA, Niederlande, Großbritannien, Schweden und Bali. In der Teilnehmerliste stehen auch einige bekannte Namen aus Literatur und Fernsehen. So hat Schriftsteller Jan Brandt (Ihrhove läuft in Berlin) einige seiner Kollegen motiviert: Sasa Stanisic (Deutscher Buchpreisträger 2019 – Titel „Herkunft“ (läuft in Hamburg), Jan Wagner (Preis der Leipziger Buchmesse) und Thomas Pletzinger („The Great Nowitzki“) sind mit dabei. Aus den Frieslandkrimis ist Schauspieler Holger Stockhaus (Bestatter Habedank (läuft in Stuttgart) im Teilnehmerfeld vertreten. Sie alle können dieses Jahr mitmachen, weil jeder für sich dort laufen kann, wo er gerade ist.

 

Jeder Gemeldete bekommt den Zugang zu einer App, die an den Etappentagen zwischen 8 und 21 Uhr freigeschaltet ist. In der Zeit müssen die für diese Etappe vorgegebenen Kilometer gelaufen werden. Für die erste Etappe wären das zum Beispiel 11,2 Kilometer. Die Läufer, die das schaffen, bekommen in der Teilnehmerliste ein Häkchen. Sechs Häkchen bedeuten, der Teilnehmer erhält das Dörloper-Shirt – bei weniger Etappen gibt es dies ohne Dörloper-Aufdruck.

Anders ist 2020 aber nicht nur die Organisation und das Teilnehmerfeld, es können in diesem Jahr auch Wanderer und Walker an den Start gehen. Es geht nämlich nur darum, die Strecken zu schaffen in dem Wissen, dass sind gleichzeitig viele andere draußen aktiv sind und etwas für sich tun. Die Veranstalter um Cheforganisator Edzard Wirtjes berichten, dass bei einer Neuanmeldung ein Läufer gesagt haben soll, er fände es toll zu wissen, dass gleichzeitig ganz viele andere Läufer unterwegs seien. „Wir haben dieses Jahr ein anderes Gemeinschaftsgefühl. Ich kann dieses Jahr selbst mitlaufen und werde ab acht Uhr an die ganzen Läufer denken“, erklärt Wirtjes. Er freut sich über die zahlreichen Neuanmeldungen und dankt jetzt schon allen Teilnehmern, denn dieses Jahr ist beim Ossiloop einfach alles anders.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 15.04.2020