OSSILOOP - 38. Auflage ist im Harlingerland angekommen – Von der Strecke geht es beim LT Schafhauser Wald direkt an den Grill

Die Vereine, Lauftreffs und Firmen aus dem Harlingerland sind auch in diesem Jahr beim Ossiloop stark vertreten. BILD: Jochen Schrievers

Eibo Eiben beendet Jubiläum fast vor der Haustür. Dunumer zum 175. Mal am Start

Plaggenburg/Dunum:Sie kommen aus Carolinensiel, Ochtersum oder Holtriem. Sie tragen die Shirts des Krankenhauses Wittmund, der WfbM, der TG Wiesmoor oder der Freien Läufer Bentstreek. Doch eines haben sie alle gemeinsam. Sie kommen aus dem Harlingerland und sind somit auf der fünften Etappe des Ossiloops auf heimischem Boden angekommen.

Und für einen von ihnen endete die vorletzte Etappe von Plaggenburg nach Dunum nahezu direkt vor der Haustür. Doch nicht nur der kurze Weg vom Ziel nach Hause machte das gestrige Teilstück für Eibo Eiben zu etwas Besonderem. Er absolvierte seine 175. Etappe und genoss den Lauf sichtlich. Auf die Zeit achtet er schon lange nicht mehr so genau. Vielmehr richtete sich sein Blick immer wieder an den Streckenrand, von wo er immer wieder mit „Moin Eibo“ begrüßt wurde. Und das Dunumer Lauf-Urgestein grüßte jedes Mal mit einem Lächeln auf den Lippen zurück. Seitdem er das erste Mal am Ossiloop teilgenommen hat, sind die Teilnehmerzahlen um ein vielfaches gestiegen. Auch die Menschenmenge neben der Strecke ist deutlich größer geworden. Doch auf seiner Heimetappe kennt ihn eben fast jeder.

Mit dem Zieleinlauf in Dunum ist für die meisten Läufer aus dem Harlingerland auch die Zeit der längeren Busfahrten beendet. Die sind für einige ein notwendiges Übel, für andere einer der Hauptbestandteile des Ossiloops. Zusammen mit Freunden und Bekannten zum Start oder vom Ziel in Richtung Heimat zu fahren, hat eben seinen eigenen Charme. „Abnehmen kann man beim Ossiloop nicht“, gestand Alwin Günther vom LT Schafhauser Wald grinsend. Zu gut sei die Verpflegung im Bus. Das Angebot übersteige den tatsächlichen Kalorienbedarf deutlich. Auch wenn es von Dunum aus nicht mit dem Bus weiter ging, war für die Energiezufuhr gesorgt. Denn zumindest für einen Teil der Läufer aus dem Harlingerland ging es von der Strecke direkt an den Grill. „Das habe sich so eingebürgert“, erläuterte Günther.

Die Stimmung passte jedenfalls schon am Start. nach den windigen und regnerischen Teilstücken zu Beginn der 38. Auflage, wurden die Athleten im Harlingerland bei strahlendem Sonnenschein in Empfang genommen. Und auch die Gewissheit, nur noch einmal auf die Strecke zu müssen, ehe es das begehrte Dörloper-Shirt gibt, machte die 11,3 Kilometer nach Dunum ein wenig einfacher.

aus „Anzeiger für Harlingerland„ vom 15.05.2019