OSSILOOP - Zweite Etappe mit besonderen Hindernissen

Kam erneut als Zweites ins Ziel: Mahmud Ibrahim läuft für die Emder LG. BILD: Jens Schipper
Kam erneut als Zweites ins Ziel: Mahmud Ibrahim läuft für die Emder LG. BILD: Jens Schipper

STIKELKAMP. (dm) Auch bei der zweiten Etappe des Ossiloops sind wieder zahlreiche Athleten an den Start gegangen. Doch dieses Mal hatten die Läufer nicht mit der Strecke zu kämpfen, sondern vielmehr mit den Witterungsbedingungen. Ein eisiger Wind pfiff über die 8,8 Kilometer lange Strecke von Holtland bis zum Gut Stikelkamp – gefolgt von vereinzelten Regenschauern. Doch die Läufer ließen sich auch davon nicht unterkriegen. Da wurde das Wetter einfach mit ein paar lustigen Sprüchen überspielt und schon war alles nur noch halb so schlimm.

Die Führenden setzen sich weiter ab – Etappe beginnt mit Verspätung

 

HOLTLAND/STIKELKAMP. (JES/DM) Während die Teilnehmer des Ossiloops im vergangenen Jahr noch mit heißen Temperaturen zu kämpfen hatten, sorgte das Wetter gestern wieder für Probleme. Doch versuchten sich die Läufer nun nicht die nötige Abkühlung von der sengenden Hitze zu verschaffen, sondern vielmehr bereuten die meisten, dass sie in kurzer Hose und T-Shirt an den Start gegangen sind. „Nach ein paar Hochsommertagen kehrt der milde Winter zurück“, kündigten die Organisatoren schon im Vorfeld auf ihrer Internetseite an. Das wollte zunächst niemand so richtig glauben – zumindest bis die Teilnehmer an der Startlinie standen.

Auf der gesamten Strecke pfiff ein eisiger Wind, gefolgt von vereinzelten Regenschauern. „Mach doch mal einer die Heizung an!“ rief ein Läufer, der an der Startlinie wartete und rieb sich die Hände. Auch das vorherige Warmlaufen half bei einigen Athleten nicht besonders viel, denn zunächst mussten sie auf ihren Einsatz warten. Der Grund hierfür war, dass noch nicht alle Busse, die für den Transport der Teilnehmer verantwortlich waren, die Laufstrecke verlassen hatten. Bei solchen Temperaturen können einem die zehn Minuten Verzögerung wie eine halbe Ewigkeit vorkommen. Doch dann gaben die Verantwortlichen die erfreuliche Nachricht durch, dass alle Busse das Gelände verlassen hätten und es ging los.

Vorne weg lief erneut Andreas Kuhlen (LSF Oldenburg), der zwar die ersten 4,5 Kilometer mit den anderen mitlief, doch als dann der Regen anfing, wurde es ihm zu ungemütlich und er lief einfach schnell in das Ziel. Dabei hat die Strecke jedoch einen besonderen Eindruck bei ihm hinterlassen. Gerade die Abschnitte, die über den alten ostfriesischen Wanderweg führten, haben dem erfahrenen Sportler gut gefallen, wie er nach dem Lauf erzählte.

Auch bei den Frauen gab es keine großen Überraschungen im Hinblick auf die Tagessiegerin. Wieder setzte sich Verena Coordes (TuS Weene) ab. Sie orientierte sich bei ihrem Lauf an ihren Vereinskollegen und versuchte mit den Männern mitzuhalten. Dabei musste sie vorher noch einen kleinen Rüffel durch ihre Mitstreiter hinnehmen, hatte sie am Tag vorher noch Handball gespielt. Von diesen Strapazen schien sie sich aber schnell erholt zu haben, denn mit einer Zeit von 34:38 Minuten war sie bei den Frauen wieder nicht einzuholen. Beflügelt von den Stimmen der Kommentatoren, die schon weit vorab im Wald hörbar waren und dem Jubel des Publikums kam sie ins Ziel auf dem Gut Stikelkamp. Dort ging es ihr aber wie den meisten Läufern und sie holte sich schnell ihre warme Jacke ab.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 04.05.2019