OSSILOOP - Andreas Kuhlen setzt seine Siegesserie fort – Bei den Frauen lässt eine Debütantin aufhorchen

 
 
Verena Coordeskam bei ihrer ersten Etappe als schnellste Läuferin ins Ziel.
 
Verena Coordeskam bei ihrer ersten Etappe als schnellste Läuferin ins Ziel.
 
 
 2798 gemeldete Dörloper sind noch im Rennen. Am Freitag geht es von Holtland weiter nach Gut Stikelkamp.

LOGABIRUM/HOLTLAND. 13. Etappe, 13. Sieg: Andreas Kuhlen ist und bleibt eine Klasse für sich – auch wenn es von Leer bis ans Meer geht. Wie erwartet lief der Ossiloop-Sieger von 2017 und 2018 auch bei der diesjährigen Auftaktetappe als Erstes über die Ziellinie. Auf dem Weg von Logabirum nach Holtland arbeitete sich Kuhlen, der für die Laufsportfreunde Oldenburg startet, bereits einen Vorsprung von einer Minute und 40 Sekunden heraus.

Das Rennen um den Gesamtsieg scheint damit bereits nach den ersten 10,5 von insgesamt 63,6 Kilometern entschieden zu sein – obwohl er drei Tage zuvor in Hamburg beim Haspa Marathon an den Start ging. „Wegen dem Wettkampf am Sonntag wollte ich eigentlich nicht gleich alleine vorne weglaufen, aber es kam anders. So hatte ich ein entspanntes Rennen“, blickte Kuhlen am Dienstag kurz nach dem Zieleinlauf zurück. Es folgten Neuling Mahmud Ibrahim (Emder LG) und Matthias Heinken (MTV Aurich), der bereits vor zwei Jahren Kuhlen jagte, und Zweiter wurde.

Ebenfalls die Weichen auf Sieg stellte bei den Frauen Verena Coordes. Bei ihrer Ossiloop-Premiere kam die Auricherin, die für den TuS Weene läuft, nach 43:20 Minuten ins Ziel an. „Unterwegs sind überall Zuschauer, die Stimmung ist großartig“, freute sich Coordes nach ihrer ersten Etappe. Anders als bei den Männern handelte es sich dabei nicht um einen Start-Ziel-Sieg. „Bis Kilometer fünf war ich noch an zweiter Stelle“, berichtete die Debütantin, die anschließend das Tempo erhöhte, sodass die Trainerin der Auricher Sportschule THO mit großen Schritten an der jungen Katharina Saathoff vorbei zog und nach 43:45 Minuten das Ziel erreichte. „Natürlich will ich jetzt auch den Gesamtsieg“, blickte die 30-Jährige ehrgeizig voraus. Und die Chancen stehen gut: Der Vorsprung vor der Führenden der weiblichen Jugend, Katharina Saathoff, beträgt bereits 30 Sekunden. Als dritt schnellste Läuferin kam Frauke Buntjer, Zweitplatzierte der Frauen-Wertung, mit einem Rückstand von 34 Sekunden in Holtland an.

Eine vordere Platzierung streben jedoch nicht alle Teilnehmer an. Für die meisten geht es nur ums Ankommen, für andere sind private Duelle oder das gemeinsame Laufen mit Kollegen, Nachbarn, Teamkameraden und Verwandten der Anreiz. So auch für Heinz Rohden, der seit Jahrzehnten zusammen mit seinen Sportlern von den Lauftreff-Gruppen aus Blomberg und Ochtersum an den Start geht. „Es ist ein großes Miteinander und ich persönlich mag es sehr, in ländlicher Umgebung unterwegs zu sein. Deshalb lasse ich es auch schön sinnig angehen“, erzählt der 66-Jährige. Er und viele andere werden auch am Freitag wieder dabei sein, wenn es auf dem zweiten Teilstück weiter von Holtland nach Gut Stikelkamp geht.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 02.05.2019