Mit den absolvierten Kilometern der zweiten Etappe wächst bei vielen Teilnehmern der Spaß / Andreas Kuhlen und Tanja Schwarz gewinnen auch in Plaggenburg. Läufer haben ihren Rhythmus gefunden.


Von Jochen Schrievers - Dunum/Plaggenburg: Vor der ersten Etappe des Ossiloops haben viele Läufer mit Zweifeln gekämpft. Klappt alles, komm ich durch, wie sind die Zeiten – inzwischen haben sich diese Sorgen weitgehend zerstreut. Gestern Abend stand die zweite Etappe von Dunum nach Plaggenburg auf dem Programm und die meisten haben ihren Rhythmus endgültig gefunden.

 
„Ich hatte vorher schon etwas Angst“, gestand auch Tanja Schwarz vom MTV Aurich. „Ich wusste nicht wer sonst noch alles schnell unterwegs ist. Gerade von den jungen Mädels“, sagte die Führende der Frauen-Klasse im Ziel in Plaggenburg. Im vergangenen Jahr sorgten Luisa Kisch und Nanke Smid für Furore und hinterließen bleibenden Eindruck. In diesem Jahr schaffte es bislang keine, mit Tanja Schwarz mitzuhalten Auf der Strecke orientiert sie sich „an den schnellen Männern“, wie sie es beschrieb. Dieser Plan ging auf. Jetzt freut sie sich besonders auf den Einlauf in Aurich – als MTV-Athletin im Trikot der Führenden.
Doch auch weiter hinten im Feld hat sich bei vielen die Nervosität gelegt. Celina Gerken erreichte mit einem breiten Lächeln auf den Lippen das Ziel. „Das macht so einen Spaß, das kann ich jedem nur empfehlen“, sagte die Läuferin des LT Schafhauser Wald, die noch am Dienstag mächtig nervös war. Zusammen mit Opa Theo bildet sie inzwischen ein eingespieltes Team. „Auf den ersten Kilometern zieht er mich, auf den letzten ich ihn“, erklärt sie die Aufgabenverteilung innerhalb des Familien-Gespanns.
Nahezu entspannt verlief die Etappe für Andreas Kuhlen. Der Gesamtführende hatte bereits auf dem ersten Teilstück so viel Vorsprung herausgelaufen, dass er es ruhiger angehen lassen konnte. Zusammen mit dem Zweitplatzieren Johannes Wiltfang und einem Tagesläufer erreichte er das Ziel. „Das war so geplant. Ich laufe ohnehin lieber in der Gruppe“, erklärte Kuhlen. Das langsamere Tempo kam ihm aber sicherlich entgegen, immerhin startet er morgen schon beim Haspa-Marathon in Hamburg. Dort hat er zusammen mit 400-Meter Europameister Ingo Schultz, Judo-Olympiasieger Ole Bischof und dem Radiologen Dr. Michael Finkenstaedt ebenfalls einen Titel zu verteidigen. Im vergangenen Jahr siegte er in der Firmen-Staffel. Der Lauf in Hamburg wird jedoch nur ein kurzes Gastspiel werden, denn bereits am Dienstag geht er wieder an den Start, wenn der Ossiloop auf die Auricher Stadtetappe geht.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 28.04.2018