Tausende Zuschauer machen den Zieleinlauf für jeden Athleten zu einem Erlebnis / Doch der Veranstalter muss ein wenig Kritik einstecken: Die im Vorfeld diskutierte Treppe auf der Strecke sorgt erneut für Ärger.


von Thomas Breves und Jens SchipperNORTMOOR/LEER. Das Dörpoler-Shirt ist in diesem Jahr weiß. Der Erste, der das gestern Abend in Erfahrung bringen durfte, war Andreas Kuhlen. Er hat auch die Schlussetappe von Nortmoor bis ins Ziel nach Leer bestimmt und sich den Gesamtsieg bei der 37. Auflage gesichert. Im Ziel erneuerte Kuhlen sein Versprechen, auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein zu wollen. Der Rekord, die meisten Etappen in Folge zu gewinnen, lockt ihn doch sehr. Auch die Auricherin Tanja Schwarz ließ sich auf den letzten 10,2 Kilometern nicht mehr beirren und fuhr einen sicheren Start-Ziel-Sieg im Klassement der Frauen ein.


Schon vor dem Startschuss in Nortmoor war es schwer, in der Innenstadt von Leer einen Parkplatz zu finden. Tausende strömten der Ziellinie in der Innenstadt entgegen und sorgten dafür, dass die Stimmung für die Athleten wieder einmal ganz besonders werden sollte. Kuhlen ließ sich vom Applaus der Zaungäste ins Ziel tragen und trudelte die letzten Meter entspannt aber auch recht emotionslos aus. Dafür fühlten sich aber jede Menge anderer Dörloper bei der Zielankunft in Leer wie Sieger. Und das war ihnen auch anzumerken. Selbst wenn es nur darum ging, den eigenen Schweinehund, der so unfassbar viele gute Gründe kennt, den Abend lieber auf dem Sofa zu verbringen, niederzuringen.

  
Aber es wurde vielfach auch Kritik laut. Zwar war die ominöse und viel diskutierte Treppe auf der Laufstrecke in diesem Jahr eine zeitfreie Zone, doch das führte dazu, dass die Sportler das Tempo zwischen den beiden Zeitmessmatten reduzieren und gehen mussten – und das auf einer Länge von etwa 200 Metern. Im Anschluss wieder seinen Rhythmus zu finden und sogar noch Kraft für einen Schlussspurt zu finden, das trieb dann doch einige Athleten arg an ihre Grenzen.
Nichtsdestotrotz konnten sich nur wenige der Ossilooper kein Lächeln abringen, als endlich die Ziellinie in Sicht kam. Die Schufterei hatte ein Ende – endlich. Doch wie schnell die Leiden vergessen waren, konnten fast die meisten mit nur einem Satz erkennen lassen: „Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.“ Dann wird die Stimme des Ossiloops, Heino Krüger, wieder laut am Mikrofon verkünden: „Es ist Ossilooooop!“

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 12.05.2017

 

 

Der abzusehende Sieger Andreas Kuhlen hat sich bereits neue Ziele gesetzt – Es gilt, einen Rekord zu knacken / Doch nicht nur die Temperaturen machen auf der sogenannten Klaus-Beyer-Etappe zu schaffen.

von Jens Schipper und Thomas Breves - Holtland. Nicht mehr weit, das Ziel ist schon fast in Sichtweite – so dürfte es so manchem Ossilooper gestern auf der vorletzten Etappe von Gut Stikelkamp nach Holtland gegangen sein. Lust und Last hielten sich angesichts der doch recht hohen Lauftemperaturen auf der 9,8 Kilometer langen Klaus-Beyer-Etappe die Waage. Schon im Vorfeld hatte das Deutsche Rote Kreuz ein Stückchen weiter gedacht und die Zahl der Stationen entlang der Strecke auf sechs aufgestockt. Denn auch die Mitarbeiter des DRK sahen die Gefahr, dass sich der eine oder andere Läufer eventuell überschätzen könnte.


Die stehende Luft auf den an sich recht schattigen Wegen machte sich dann auch stark bemerkbar. Die Ossilooper kamen abgekämpft und in den Gesichtern gezeichnet in Holtland im Ziel an. Auch Andreas Kuhlen, der Führende und erneute Etappensieger, fand den Lauf schweißtreibend. Ihn trieb allerdings ein anderes Problem um: „Die vielen Fliegen haben genervt!“ Trotz der scheinbaren Insektenplage blieb er seiner Taktik treu. Auf den ersten fünf Kilometern der Strecke blieb er auf Tuchfühlung zum Zweiten der Rangliste, Johannes Wiltfang. Die Dramaturgie auf den folgenden Kilometern folgt dann immer demselben Schema. Wiltfang bricht ein, Kuhlen hält das Tempo und geht als Erster über die Ziellinie, so war es auch gestern.
An ihre Grenze wollte die Erste in der Frauenwertung Tanja Schwarz, gestern angesichts der Temperaturen nicht mehr gehen. „Es hat Spaß gemacht, aber mein Wetter ist das nicht“, erklärte sie. Auch wenn sie ein vermindertes Tempo ging, den Etappensieg ließ sich die Auricherin nicht nehmen. Fünfmal in Folge konnte ihr die Konkurrenz bislang nicht folgen.
Für Andreas Kuhlen ist es bereits der elfte Etappensieg in Serie. Der Leichtathlet hat sich deshalb schon jetzt ein neues Ziel gesetzt, zumal ihm der Sieg beim 37. Ossiloop nicht mehr zu nehmen sein wird. Es gilt, einen Rekord zu knacken– den von Stephan Immega und Inga Jürrens. Der Läufer der LG Harlingerland und die Läuferin der Emder LG sind die einzigen, die es geschafft haben, beim Ossiloop 20 Mal in Folge einen Etappensieg zu erringen. „Rekorde sind da, um gebrochen zu werden. Der Weg dahin, der passt“, sagt Kuhlen.

aus Anzeiger für Harlingerland" vom 08.05.2018

 

Gefahr droht durch die hohen Temperaturen


Gut Stikelkamp/Holtland. (DM) Während zum Start des Ossiloops noch darauf gehofft wurde, dass es bei den Läufen nicht regnet, sieht die Wetterlage nun deutlich anders aus. Niederschlag soll zwar ausbleiben, doch die hohen Temperaturen werden weitaus anstrengender und auch gefährlicher für die Sportler heute Abend. Der fünfte Abschnitt führt die Athleten auf die historische Strecke zwischen Gut Stikelkamp und Holtland.
Gestartet wird auf dem Grillplatz des Landgutes. Dann führt die 9,8 Kilometer lange Strecke in Richtung Hesel zum Sportplatz des SV Holtland. Bevor sich die Erwachsenen auf die Reise begeben, steht ab 18 Uhr der „Bambinilauf“ an, um den Kindern die Gelegenheit zu bietet, ihren Idolen nachzueifern. Die Erwachsenen starten dann um 19 Uhr auf eine Strecke, die von historischer Bedeutung für die Veranstaltung ist. Die „Klaus-Beyer-Etappe“ ist nach dem 2013 verstorbenen Erfinder des Ossiloops benannt. Als Mitglied des SV Holtland ist es somit nicht verwunderlich, dass Beyer gerade dieser Abschnitt gewidmet wird. Im Jahr 2006 übergab er sein Amt an den jetzigen Veranstalter Edzard Wirtjes. Auf dieser geschichtsträchtigen Etappe wird Andreas Kuhlen seinen Vorsprung sicherlich ausbauen. Spannend bleibt es jedoch weiterhin im Kampf um den dritten Platz, den Tim Bollmann momentan mit 47 Sekunden Vorsprung verteidigt.

Mühlenetappe von Holtrop nach Bagband kostet ordentlich Kraft – Erneut das gleiche Bild an der Spitze / Andreas Kuhlen siegt vor Johannes Wiltfang, Tanja Schwarz vor Laura Steffens


von Jens Schipper - Holtrop/Bagband: Egal ob Spitzenathlet oder Hobbyläufer – im Ziel gestern sind sich alle einig gewesen: Die Mühlenetappe von Holtrop nach Bagband hat mit den absolvierten 11,8 Kilometern ordentlich Kraft gekostet. „Bis zehn war super, danach war es nur noch ein Kampf“, fasste Elke Gerriets das längste Teilstück auf dem Weg nach Leer zusammen. Hand in Hand ging es mit ihrer Arbeitskollegin Martina Mannott in Bagband über die Ziellinie. Den Blick auf die Uhr sparen sich die Läuferinnen vom Wittmunder Krankenhaus, der Spaß steht im Vordergrund und das Motto lautet: „Hauptsache ankommen.“ Bereits zum achten Mal haben sie sich das „Dörloper-Shirt“ zum Ziel gesetzt und jetzt fehlen nur noch 18,8 Kilometer. Das Besondere am Ossiloop ist für beide die einzigartige Atmosphäre auf und abseits der Strecke. „Es macht riesig Spaß“, sind die beiden Hobbyläuferin einig.
Ebenfalls für das Krankenhaus Wittmund läuft Jörg Menssen, der sich in der Gesamtwertung von Jahr zu Jahr weiter nach vorne arbeitet. Gestern kam er nach exakt 47 Minuten in Bagband über die Ziellinie. Sein Fazit: „Anstrengend, aber die Strecke und der Zieleinlauf waren super.“ Aktuell belegt er den 26. Rang und zählt damit zu den besten Startern aus dem Harlingerland. Für die Spitze wird es seiner Meinung nach in den nächsten Jahren aber nicht reichen: „Es ist wie beim Fußball. Dortmund ist gut, aber Bayern ist immer eine Klasse besser“, erklärt der BVB-Fan und bezieht sich dabei auf die führenden Läufer um Andreas Kuhlen (LSF Oldenburg), der gestern auf dem Weg nach Bagband unter 40 Minuten blieb.


Ähnlich wie auf der vorherigen Etappe lieferten er und sein engster Verfolger, Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde), sich bis Kilometer fünf ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch während Kuhlen das Tempo weiter hochhielt, musste Wiltfang den Gesamtführenden Schritt für Schritt ziehen lassen und kam am Ende eine Minute später ins Ziel. Noch deutlicher sah es bei den Frauen aus. Hier triumphierte erneut Tanja Schwarz (MTV Aurich). Die Ostfriesin konnte ihren Vorsprung vor Laura Steffens (Laufrausch Oldenburg) auf fast sieben Minuten ausbauen, während Katharina Staathoff (FCSO SII) und Jannes Smid (TuS Weene) ihre Spitzenpositionen in der Jugendklasse weiter festigten.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 05.05.2018

Von Holtrop geht es über 11,9 Kilometern Richtung Bagband / Die Mühlenetappe zählt zu den beliebtesten auf dem Weg nach Leer / Keine 3100 Läuferin Aurich - Teilnehmerzahl vom Dienstag nach unten korrigiert

 

von Jens Schipper - Holtrop/Bagband:. Mit großen Schritten nähern sich die Ossilooper ihrem Ziel. Heute Abend steht bereits die vierte Etappe auf dem Programm, doch die hat es in sich. Mit 11,9 Kilometern ist das Teilstück von Holtrop nach Bagband die längste Etappe auf dem Weg von Bensersiel nach Leer. Der Kampf mit dem inneren Schweinehund wird also immer größer, während die Beine zunehmend schwerer werden. Ans Aufgeben denkt aber keiner, zu groß ist die Vorfreude auf das erste oder nächste „Dörloper-Shirt“. Wie schon am Dienstag in Aurich dürfen sich die Teilnehmer heute Abend gegen 19 Uhr auf beste Laufbedingungen freuen. Bei nur wenig Wind, einer Regenwahrscheinlichkeit von null Prozent und bei Temperaturen um elf Grad geht es in Holtrop an den Start. Und fürs Auge hat die sogenannte Mühlenetappe, die trotz ihrer Länge zu den beliebtesten Teilstücken gehört, auch einiges zu bieten. Bei allem Ehrgeiz raten die Verantwortlichen um Organisator Edzard Wirtjes aber weiterhin dazu, sein Tempo zu gehen und seinen Körper nicht zu „überpacen“. Gegenüber dem Teilstück am Dienstag sind es heute über zwei Kilometer mehr, sodass die Teilnehmer auch schneller an den Punkt kommen werden, wo es nicht mehr geht. Also gilt die Devise: Vom Start weg die Kräfte gut einteilen, damit alle Läufer auch im Ziel ankommen. Denn schließlich stehen nach der heutigen Etappe noch zwei weitere an.

Mehr als 3100 Läufer erreichen auf der dritten Etappe die Ziellinie / Andreas Kuhlen weiter nicht zu stoppen / Vorsprung an der Spitze um 47 Sekunden ausgebaut / Tanja Schwarz gewinnt bei den Frauen

von Jens Schipper und Dennis Maslo - Egels/Aurich: Das gab es noch nie: Mehr als 3100 Läufer sind gestern Abend bei der dritte Etappe des Ossiloops an den Start gegangen und haben damit für einen neuen Teilnehmer-Rekord gesorgt. Verantwortlich dafür waren rund 400 Tagesläufer, die neben den knapp 2700 gemeldeten „Dörlopern“ die Ziellinie auf dem Auricher Marktplatz überquert hatten. Vollauf zufrieden war auch Organisator Edzard Wirtjes, der sich einmal mehr von der tollen Stimmung abseits der Strecke beeindruckt zeigte. Dabei sah es gestern über Tag danach aus, als würde die beliebte Stadt-Etappe wortwörtlich ins Wasser fallen. Doch pünktlich zum Startschuss auf dem Sportplatz in Egels hatte sich die Abendsonne durch die dunklen Wolken gekämpft und sorgte so für perfekte Laufbedingungen für die rund zehn Kilometer. Als Schnellster fand wieder einmal Andreas Kuhlen den Weg ins Ziel. Der Gesamtführende baute seinen Vorsprung um 47 Sekunden aus. Bei den Frauen gab erneut Tanja Schwarz das Tempo vor und lief als Erste auf dem Auricher Marktplatz ein...

Jannes Smid macht den Männern Konkurrenz / Andreas Kuhlen kehrt aus Hamburg zurück / Der dritte Abschnitt des Kult-Wettkampfes führt die Läufer auf die Auricher Stadtetappe.

von Dennis Maslo - Egels/Aurich: Erneut geht es für die Laufbegeisterten an den Start. Unter den zeitlich günstigen Bedingungen des anstehenden Feiertags – und auch hoffentlich mit etwas Glück beim Wetter – treffen sich die Athleten morgen auf dem dritten Streckenabschnitt. Der Weg vom Meer nach Leer führt die Teilnehmer des 37. Ossiloops auf die Auricher Stadtetappe.Los geht die etwa zehn Kilometer lange Reise beim Sportplatz in Egels. Von da aus führt die Strecke über den Langfeldweg zum Ems-Jade-Kanal, der im Sonnenuntergang das passende Panorama für die Lauf-Veranstaltung bieten wird. Der letzte Abschnitt der Strecke führt dann direkt in die Auricher Innenstadt zum Marktplatz, wo die Zielgerade auf die Sportler wartet. Seit dem Jahr 2014 hat sich diese Etappe etabliert und zieht besonders viele Läufer auf die Straßen. „Die Strecke ist sehr gut angekommen. Beim letzten Mal sind hier über 3000 Leute gelaufen“, blickt der Veranstalter Edzard Wirtjes auf das vergangene Jahr zurück. Auch in diesem Jahr hofft er auf rege Teilnahme. Zwar gebe es rund 110 Anmeldungen weniger, doch die Veranstaltung fällt auf einen Feiertag und somit werden sich weit mehr Tagesläufer melden als bei anderen Abschnitten.
Wie gewohnt ist es Kurzentschlossenen noch möglich, sich bis eine halbe Stunde vor dem Start anzumelden. Problematisch wird jedoch das unvorhersehbare Wetter sein. In den vergangenen Tagen wurde das alte Sprichwort immer wieder bestätigt: Der April macht, was er will. Momentan kündigt auch der Deutsche Wetterdienst wechselhafte Bedingungen an. So gilt zu hoffen, dass es am Dienstag trocken bleibt.

Die Etappen:

1. Etappe (11,1 Kilometer) Bensersiel – Dunum (Dienstag, 24. April)

2. Etappe (11,5) Dunum – Plaggenburg (Freitag, 27. April)

3. Etappe (10,0) Aurich – Aurich (Dienstag, 1. Mai)

4. Etappe (11,9) Holtrop – Bagband (Freitag, 4. Mai)

5. Etappe (9,8) Gut Stiekelkamp – Holtland (Dienstag, 8. Mai)

6. Etappe (10,0) Nortmoor – Leer (Freitag, 11. Mai)

Mehr Infos unter https://ossilauf.harlinger.de

 

Mit den absolvierten Kilometern der zweiten Etappe wächst bei vielen Teilnehmern der Spaß / Andreas Kuhlen und Tanja Schwarz gewinnen auch in Plaggenburg. Läufer haben ihren Rhythmus gefunden.


Von Jochen Schrievers - Dunum/Plaggenburg: Vor der ersten Etappe des Ossiloops haben viele Läufer mit Zweifeln gekämpft. Klappt alles, komm ich durch, wie sind die Zeiten – inzwischen haben sich diese Sorgen weitgehend zerstreut. Gestern Abend stand die zweite Etappe von Dunum nach Plaggenburg auf dem Programm und die meisten haben ihren Rhythmus endgültig gefunden.

 
„Ich hatte vorher schon etwas Angst“, gestand auch Tanja Schwarz vom MTV Aurich. „Ich wusste nicht wer sonst noch alles schnell unterwegs ist. Gerade von den jungen Mädels“, sagte die Führende der Frauen-Klasse im Ziel in Plaggenburg. Im vergangenen Jahr sorgten Luisa Kisch und Nanke Smid für Furore und hinterließen bleibenden Eindruck. In diesem Jahr schaffte es bislang keine, mit Tanja Schwarz mitzuhalten Auf der Strecke orientiert sie sich „an den schnellen Männern“, wie sie es beschrieb. Dieser Plan ging auf. Jetzt freut sie sich besonders auf den Einlauf in Aurich – als MTV-Athletin im Trikot der Führenden.
Doch auch weiter hinten im Feld hat sich bei vielen die Nervosität gelegt. Celina Gerken erreichte mit einem breiten Lächeln auf den Lippen das Ziel. „Das macht so einen Spaß, das kann ich jedem nur empfehlen“, sagte die Läuferin des LT Schafhauser Wald, die noch am Dienstag mächtig nervös war. Zusammen mit Opa Theo bildet sie inzwischen ein eingespieltes Team. „Auf den ersten Kilometern zieht er mich, auf den letzten ich ihn“, erklärt sie die Aufgabenverteilung innerhalb des Familien-Gespanns.
Nahezu entspannt verlief die Etappe für Andreas Kuhlen. Der Gesamtführende hatte bereits auf dem ersten Teilstück so viel Vorsprung herausgelaufen, dass er es ruhiger angehen lassen konnte. Zusammen mit dem Zweitplatzieren Johannes Wiltfang und einem Tagesläufer erreichte er das Ziel. „Das war so geplant. Ich laufe ohnehin lieber in der Gruppe“, erklärte Kuhlen. Das langsamere Tempo kam ihm aber sicherlich entgegen, immerhin startet er morgen schon beim Haspa-Marathon in Hamburg. Dort hat er zusammen mit 400-Meter Europameister Ingo Schultz, Judo-Olympiasieger Ole Bischof und dem Radiologen Dr. Michael Finkenstaedt ebenfalls einen Titel zu verteidigen. Im vergangenen Jahr siegte er in der Firmen-Staffel. Der Lauf in Hamburg wird jedoch nur ein kurzes Gastspiel werden, denn bereits am Dienstag geht er wieder an den Start, wenn der Ossiloop auf die Auricher Stadtetappe geht.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 28.04.2018

Erste Etappe führt die Läufer von Bensersiel nach Dunum / Titelverteidiger Andreas Kuhlen macht wieder Ernst - Deutlicher Vorsprung auf die Verfolger / „Das war genial, geile Stimmung, gutes Wetter“ - Beim Start der 37. Auflage hat sogar der Regen seine Fans / Auricherin Tanja Schwarz siegt bei den Frauen / Mit 24 Läufern hat 1982 alles angefangen – gestern starteten knapp 2700 Sportler auf die erste Etappe des 37. Ossiloops / Vom Bensersieler Hafen ging es für sie über 11,1 Kilometer nach Dunum.


Bensersiel / Dunum - von Jochen Schrievers und Thomas Breves - Die Sportler kommen dabei schon lange nicht mehr nur aus Ostfriesland. Firmen, Schulen, Vereine und Einzelstarter aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet sind angereist, um sich auf den Weg vom Meer nach Leer zu machen. Unter ihnen war auch Vorjahressieger Andreas Kuhlen (LSG Oldenburg). Er ist mit dem klaren Ziel angetreten, seinen Titel zu verteidigen. Den ersten Schritt dazu hat er gestern bereits gemacht. Er lief auf dem Weg nach Dunum 2:22 Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz heraus. Für den Großteil der Läufer war die Zeit hingegen nur Nebensache. Sie kämpften mit Wind, Regen und den niedrigen Temperaturen. Für die meisten bleibt nach dem ersten Teilstück nur wenig Zeit zur Regeneration. Schon Freitag geht es mit der Etappe von Dunum nach Plaggenburg weiter.
Titelverteidiger Andreas Kuhlen hat gestern seine Ambitionen deutlich unterstrichen. Die Konkurrenz kann nur kurz folgen.

Leichtathletik - Mehr als 3000 Läufer werden heute um 19 Uhr in Bensersiel auf die Strecke gehen / Sechs Etappen führen die Sportler wieder vom Meer nach Leer. Das erste Teilstück endet in Dunum.

Jochen Schrievers - Bensersiel/Leer: Heute abend ist es soweit: Der Ossiloop startet in Bensersiel in die nächste Runde. Mehr als 3000 Sportler haben sich für das Laufspektakel angemeldet. In sechs Etappen führt sie die Strecke bis zum 11. Mai wieder vom Meer nach Leer. Viele von ihnen sind bereits alte Hasen, aber etliche starten heute um 19 Uhr in ihre erste Etappe. An der Spitze wird Andreas Kuhlen, der in diesem Jahr für die LSG Oldenburg auf die Strecke geht, versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Doch die wahren Duelle, die den Ossiloop in den vergangenen Jahrzehnten zu dem gemacht haben, was er heute ist, spielen sich weiter hinten im Feld ab. Väter kämpfen mit ihren Söhnen um die beste Zeit. Nachbarn, Kollegen, Lehrer und ihre Schüler – alle bestreiten ihr ganz eigenes Rennen. Das unterschiedliche Leistungsvermögen der gut 3000 Starter stellt auch die Organisatoren immer wieder vor einige Probleme. Um möglichst allen ein entspanntes Lauferlebnis zu ermöglichen, wird auch in diesem Jahr wieder in unterschiedlichen Blöcken gestartet. Eingeteilt werden diese nach den persönlichen Zeiten der Läufer über zehn Kilometer. Insgesamt sind zwölf Blöcke geplant. Ab der zweiten Etappe werden die Gruppen nach den Platzierungen des ersten Teilstücks vorgenommen.
Die Helfer des DRK weisen darauf hin, dass es auf der ersten Etappe erfahrungsgemäß die meisten Vorfälle wegen Überlastung gibt. Die Organisatoren bitten daher alle, heute kontrolliert zu starten. „Auf der ersten Etappe kann man den Ossiloop nicht gewinnen, aber möglicherweise verlieren“, fasst es Edzard Wirtjes von „Spass mit Sport“ zusammen. Eng zugehen wird es jedoch nicht nur auf der Strecke. Auch der Zielbereich in Dunum ist relativ beengt. Parkplätze sind nur begrenzt verfügbar. Umso größer ist hingegen das Angebot im Zielbereich. Neben den üblichen Wasser- und Obstständen stehen die Dunumer Teefrauen mit dem ostfriesischen Nationalgetränk parat. Für die wartenden Zuschauer bietet der Boßelverein Dunum-Brill Bratwurst an.
Diejenigen, die ihre Startunterlagen und Zeitnahme-Chips noch nicht abgeholt haben, können dies heute ab 16 Uhr auf der Bühne bei der Tourist-Information in Bensersiel nachholen.
Die Ergebnisse sind bereits kurz nach dem Zieleinlauf auf den Internetseiten unserer Zeitung zu finden. Zudem werden alle Resultate jeweils am Tag nach der Etappe in den Print-Ausgaben veröffentlicht.
Mehr Infos unter https://ossilauf.harlinger.de

 

Am Dienstag ist es wieder so weit: Der 37. Ossiloop geht unter dem Motto "Van't Meer bi't na Leer" in der Zeit vom 24. April bis 11. Mai 2018 auf die Strecke. Jeweils am Dienstag und am Freitag werden die sechs Etappen dieser beliebten und mittlerweile kultigen Laufveranstaltung gestartet. Natürlich sind auch wieder viele Läufer aus den Reihen des MTV-Wittmund am Start und für An- und Abreise wurden Busse gechartert, die auch von anderen Laufbegeisterten genutzt werden. Weitere Infos auf der Ossiloop-Homepage.

Foto aus "Nordlicht" vom 18.04.2018

 


Auswertung - Harm Park hat alle verfügbaren Daten seit 1982 zusammengetragen / Das Feld des Ossiloops ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angewachsen.


Weene. (jos) Als sich 1982 24 Sportler auf den Weg machten, um entlang der alten Kleinbahntrasse von Leer nach Bensersiel zu laufen, haben sie bestimmt nicht geahnt, was sich daraus entwickeln würde. Inzwischen ist der Ossiloop eine Breitensportveranstaltung mit mehr als 2400 Teilnehmern.
Einige Grundpfeiler der Veranstaltung sind geblieben. Es wird immer noch dienstags und freitags gelaufen, noch immer ist die Strecken in sechs Etappen eingeteilt. Vieles hat sich im Laufe der Jahre jedoch auch geändert. Durch die große Zahl der Starter wurden die Verläufe einzelner Etappen geändert, da auf dem ursprünglichen Geläuf schlichtweg nicht genug Platz war. Mit 3125 Startern war das Teilstück nach Aurich am 9. Mai des vergangenen Jahres, die Etappe mit den meisten Teilnehmern. Mit im großen Feld war auch Hilde Steinke vom SV Concordia Neermoor. Sie ist die einzige Athletin, die alle 216 bislang ausgetragenen Etappen absolviert hat.

Für alle Ossiloop-Teilnehmer: Hier das Video, das alle Teilnehmer zeigt. Viel Spaß beim Suchen...

von Jens Schipper: Mit mehr als 3000 Läufern ist gestern Abend der 36. Ossiloop gestartet. Pünktlich um 19 Uhr fiel der Startschuss für die erste von insgesamt sechs Etappen in Bensersiel. Nach 35:51 Minuten ist wie erwartet Andreas Kuhlen als erster Läufer in Dunum von zahlreichen Zuschauern mit viel Applaus empfangen worden. Und das obwohl das Wetter sowohl den Läufern als auch den Schaulustigen einen Strich durch die Rechnung machte. Ergebnisse können über den Link in der linken Randleiste unter "Neuigkeiten" abgerufen werden.

Bilder vom Ossiloop aus den letzten Jahren

Der diesjährige Ossiloop ist zu Ende gegangen - die Läufer haben die traditionellen sechs Etappen hinter sich gebracht. Deshalb hier noch einmal ein paar Eindrücke aus den letzten Jahren von den Aktiven unseres Vereins bei diesem großartigen Ereignis. Vielleicht hat ja noch der eine oder andere Lust, im nächsten Jahr ebenfalls dabei zu sein und die eine oder andere Etappe oder sogar die ganze Strecke mitzulaufen ...

 

altaltalt