OSTFRIESLAND. (as) Edzard Wirtjes hatte es im Vorfeld schon angekündigt – dieses Jahr würde es mehr Dörloper beim Ossiloop geben als sonst. Jetzt, nach dem virtuellen Ossiloop, der für alle so ganz anders war als die bisherigen Ausgaben, steht es fest: 3282 Läufer dürfen sich über das begehrte Dörloper-Shirt freuen. Starteten bei der ersten Etappe 3406 Ossiloper gemeinsam und doch irgendwie getrennt voneinander, waren es bei der letzten Etappe immer noch 3348. Davon bestritten laut Veranstalter aber auch nur 3282 alle Etappen.

Die wenigsten Läufer wagten sich beim vierten Teilstück auf die Straße. Da galt es, knapp zwölf Kilometer zu absolvieren, die längste Strecke von allen sechs. Trotzdem meisterten diese auch 3366 Starter.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 20.05.2020

 

Aus der Notlösung wird eine Erfolgsgeschichte / Organisator Edzard Wirtjes zieht positives Fazit – Erfahrungen bieten Möglichkeiten für die Zukunft / Mit der großen Zahl der Läufer hatten die Verantwortlichen selbst nicht gerechnet. Abschluss an einen traditionsreichen Ort.

Edzard Wirtjes präsentierte in Dunum das neue Dörloper- shirt.BILD: Jochen Schrievers
Edzard Wirtjes präsentierte in Dunum das neue Dörloper- shirt.BILD: Jochen Schrievers

OSTFRIESLAND. (JS) Mit der sechsten Etappe ist gestern der 39. Ossiloop beendet worden. Statt gemeinsam vom Meer nach Leer, absolvierten die Athleten ihre Teilstücke in ihrem persönlichen Umfeld. Auch wenn vielen die gemeinsamen Busfahrten und das Wiedersehen mit alten Bekannten fehlte, fiel die Meinung zum „Ossiloop anners“ durchweg positiv aus. Die Läufer, ihre Familien und Freunde haben sich in den vergangenen drei Wochen dafür einiges einfallen lassen.

Der alte Genossenschaftsschuppen in Dunum findet im Laufe des Jahres wenig Beachtung. Auch gestern morgen schlummerte das Gebäude seinen Dornröschenschlaf. Die Treppe zur Laderampe ist grasbewachsen, die Fugen zwischen den Klinkern sind stellenweise zerbröckelt. Einmal im Jahr ist hier jedoch richtig was los. Denn schon seit der ersten Auflage 1982 ist der Schuppen Start- oder Zielort einer Ossiloopetappe. Seit vielen Jahren schenken dort die Dunumer Landfrauen Tee aus. Gestern morgen machten sich jedoch nur zwei Läufer bereit, um von dort auf ihre letzte Etappe des Ossiloop 2020 zu gehen: Heike Dirks und Edzard Wirtjes aus dem Orga-Team. Auf die Strecke geschickt wurden sie vom Dunumer Lauf-Urgestein Eibo Eiben, der standesgemäß mit Startklappe zur Stelle war.

Auch wenn in diesem Jahr alles anders war, ziehen fast alle ein positives Fazit.

OSTFRIESLAND. (von Jochen Schrievers) Viele waren skeptisch, doch eigentlich alle sind letztlich froh, sich angemeldet zu haben. Der 39. Ossiloop liegt hinter den Athleten, die sich einiges haben einfallen lassen, um doch noch ein bisschen vom gewohnten Ossiloop-Gefühl abzubekommen. Geschichten, die sonst in den Bussen zu den Startorten und nach der Etappe in Richtung Heimat ausgetauscht worden sind, wurden diesmal per Whatsapp und Facebook erzählt. Und an den kleinen Geschichten, die den Ossiloop so besonders machen, hat es nicht gefehlt. Das lag nicht nur an den Läufern selbst, sondern auch an denen, die sonst im Zielbereich und an der Strecke die Athleten anfeuern. Zieleinläufe auf der eigenen Einfahrt und persönliche Fanclubs an der Strecke sorgten dafür, dass die Läufer motiviert blieben. Und wer von den etwa 3500 Startern hat nicht schon einmal davon geträumt, als Erster ins Ziel zu kommen, oder ein persönliches Begleitfahrrad zu haben. All das war in diesem Jahr möglich. Da jeder für sich alleine laufen musste, eröffneten sich zudem ganz neue Möglichkeiten. Laufen mit Kinderwagen oder Hund – alles kein Problem.

Die dezentrale Austragungsform erlaubte es auch Läufern, die nicht vor Ort sind, am Ossiloop teilzunehmen und so ein Stück Heimat zu importieren – wohin auch immer. Rund um den Globus wurde gelaufen. Und wer gar nicht ohne die Anfeuerungsrufe von Heino Krüger im Ziel auskam, der bekam zu jeder Etappe ein passendes Video geliefert. Der Ossiloop 2020 hat zwar allen Spaß gemacht, dennoch freuen sich fast alle schon jetzt darauf, im kommenden Jahr wieder im gewohnten Modus starten zu können. Denn ganz an das Original kam die neue Form eben doch nicht heran. Auch in den kommenden Wochen und vielleicht Monaten werden die Läufer alleine auf den Strecken in Friesland, Ostfriesland und dem Rest der Welt unterwegs sein. Viele von ihnen werden dabei ihr neues Dörlopershirt tragen. Denn die begehrte Trophäe darf natürlich auch in einem Jahr, in dem fast alles anders ist, nicht fehlen.

Edzard Wirtjes zieht nach Halbzeit erstes Resümee / Viel positives Feedback

 

LEER. (as) Die dritte Etappe ist geschafft und damit Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Organisator Edzard Wirtjes ist zufrieden mit dem bisherigen Ablauf und freut sich über das starke Gemeinschaftsgefühl. Läufer aus 21 Nationen sind unterwegs.


Edzard Wirtjes ist während des „Ossiloop anners“ nicht nur mit seinem Rad unterwegs.Archivbild: Thomas Breves
Edzard Wirtjes ist während des „Ossiloop anners“ nicht nur mit seinem Rad unterwegs.Archivbild: Thomas Breves

 

„Deine Teilnahme an der dritten Etappe wurde erfolgreich gespeichert“, hieß es gestern in der Ossiloop-App bei mehr als 3000 Teilnehmern. Damit ist die Hälfte rum beim ostfriesischen Kultlauf, der in diesem Jahr so ganz anders ist, als in den 38 Jahren zuvor. Durch die App und die damit verbundene Virtualität nehmen Läufer überall auf der Welt teil – genauer gesagt in 21 Ländern. 32,4 Kilometer haben die Teilnehmer des Etappenlaufs bereits zurückgelegt. Einige, für die es möglich war, liefen die bekannten Etappenabschnitte, andere liefen auf ihren Haus- oder Lieblingsstrecken. Während das erste Teilstück 3401 Läufer zurückgelegt hatten, waren es bei der zweiten noch 3392 Starter und Organisator Edzard Wirtjes schätzt, dass nach gestern noch 3370 potenzielle Dörloper im Rennen sind. Zwar nicht zusammen, aber doch irgendwie gemeinsam bestreiten die Läufer den Ossiloop und zeigen damit, dass es auch „anners“ geht. „In diesem Jahr werden wir auf jeden Fall mehr Dörloper haben, als in den letzten Jahren“, ist sich der Leeraner sicher.

Mit dem Ablauf der ersten drei Etappen ist Wirtjes rundum zufrieden. Er selbst machte sich bei jeder Etappe morgens um 8 Uhr auf den Weg. „Ich habe den Eindruck, dass es sehr gut angenommen wird. Ich spüre, dass das Gemeinschaftsgefühl trotzdem da ist.“ Sogar gestern, an seinem Geburtstag, ließ er die Laufschuhe nicht stehen und absolvierte die 9,7 Kilometer. „Es war herrliches Laufwetter, und es lief ganz gut. Am Nachmittag bin ich dann noch einmal mit dem Rad losgefahren und habe geschaut, wen ich noch so an Ossiloopern treffe“, blickt der Organisator auf seinen Ehrentag zurück. Er freut sich immer, wenn er Läufer mit der Startnummer am T-Shirt entdeckt: „Wir kriegen unheimlich viele Bilder zugeschickt, auch von Läufern, die gar nicht hier in der Gegend laufen.“

Und genau das ist es, was den Ossiloop 2020 auch so besonders macht. Ob Walker oder Sportler aus Neuseeland oder Chile, sie alle können in diesem Jahr mitmachen – dank der App. „Natürlich haben wir schon überlegt, wie wir das auch in den nächsten Jahren für solche Läufer zu einer gemeinsamen Sache machen können. Es freuen sich gerade unheimlich viele, dass sie dabei sein können und das freut uns auch. Trotzdem soll der Ossiloop in den nächsten Jahren in seiner Ursprungsform stattfinden“, stellt Wirtjes klar. Im Vorfeld hatte es aber auch etwas Kritik an der Höhe des Startgelds gegeben, doch Wirtjes weiß die Kritiker zu besänftigen: „Auch wenn so etwas wie Streckenabsperrung und Verpflegung dieses Mal weggefallen ist, hatten wir alte und neue Kosten, die gedeckt werden mussten. Die App, der Versand der Shirts und Startunterlagen oder auch die Arbeit mit den Umbuchungen und Rückzahlungen mussten finanziert werden“, gibt der Organisator zu und fügt an: „Von der Kritik habe ich aber auch gar nicht viel mitbekommen. 95 Prozent der Läufer, mit denen ich zu tun hatte, waren froh, dass wir den Ossiloop überhaupt veranstalten.“

Am Freitag steht die vierte und mit 11,9 Kilometern auch längste Etappe an. Von da an rückt das begehrte Dörloper- Shirt in greifbare Nähe. Sicherlich wird Edzard Wirtjes auch dann wieder mit seinem Rad unterwegs sein, um Ausschau nach dem einen oder anderen Ossilooper zu halten.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 06.05.2020

 

So habe ich, Franz Bruners, Administrator der MTV-Homepage, meine erste Ossiloop-Etappe erlebt.

Das diesjährige Laufshirt muss man sich erst noch verdienen und so lange muss ein früher erlaufenes Shirt nochmal ran...

Der Ossiloop 2020, ein ganz besonderes Event in Corona-Zeiten, ist seit heute unterwegs. Nicht, wie gewohnt, in einem Pulk von Tausenden von Läufern, sondern ganz ruhig und jeder für sich. Allein das riesige Zeitfenster, in dem man seinen Lauf absolvieren kann (an den Lauftagen zwischen 8 Uhr morgens und 21 Uhr abends), kommt dem einzelnen Läufer sehr entgegen, kann er/sie doch den individuell optimalen Zeitpunkt wählen und vielleicht sogar einem ungemütlichen Regenschauer ausweichen. Heute in den frühen Morgenstunden war das Wetter jedenfalls ideal und so konnte man die 11,2 km gut im eigenen Tempo genießen. Auf das Osssiloop-Feeling musste ich auch nicht völlig verzichten, denn auf meinem Weg traf ich auf zwei weitere Ossilooper, die mir jeweils mit breitem Lächeln auf dem Gesicht entgegen kamen. Die App funktionierte einwandfrei und nach genau 11,2 Kilometern teilte sie mir mit, dass ich das Tagesziel erreicht hatte. Leider musste ich noch eine weitere Strecke bis zum geparkten Auto drauflegen - aber nützte ja nix!

Insgesamt muss man den Organisatoren um Edzard Wirtjes ein großes Lob und einen ebensolchen Dank aussprechen, dass sie einen Weg gefunden haben, dass diese, von so vielen geliebte Kultveranstaltung trotz der widrigen Umstände stattfinden kann. Ich freue mich schon auf die restlichen Etappen...

 



Liebe Ossiloper,

es sind nur noch wenige Stunden, dann öffnet sich das Zeitfenster und die ersten Läufer werden auf die Startetappe gehen. Zwischen 8 Uhr morgens und 21 Uhr abends werden in 17 Ländern und in ganz Deutschland 3500 Läufer mit Startnummer 11,2 km Laufen, Walken, Wandern mit Hund, Babyjogger…aus diesem Bewusstsein entsteht das „anners“ Gemeinschaftsgefühl – 6x in drei Wochen

Die letzten Wochen waren eine emotionale Achterbahnfahrten. Danke nochmal für die große Zustimmung und Unterstützung des „Projekts“.

Über den Webinarraum von Ultrasport nutzen wir die Möglichkeit heute Abend live um 20 Uhr eine Begrüßung an alle Teilnehmer, die sich über diesen link einloggen:

dr-feil.com/ossiloop

durchzuführen. Dr. Wolfgang Feil – Nährstoffexperte – aus Kusterdingen und in diesem Jahr auch Teilnehmer gibt dazu Tipps zur Regeneration für den Ossiloop. Dazu lade ich euch herzlich ein.



Ein paar letzte Infos noch:

App
Die Zeitmessung läuft nun stabiler. Die Fehlerhafte Streckenmessung bei einigen Geräten wird noch untersucht.
Da es über die offiziellen Wege von Apple und Google zu Verzögerungen bei Updates kommt, kann die App die Updates auch "over the air" installieren. Diese OTA Updates sind direkt verfügbar, sobald sie eingespielt wurden. Diese Updates könnt ihr installieren, indem ihr eure App ein paar mal neu startet. In dem neuesten Update wird eine entsprechende Benachrichtigung unter "Home" angezeigt, wenn neue Updates verfügbar sind, dann ist es nicht mehr nötig die App neuzustarten.

Teamwertungen
Beim Multi Schulen Cup und EWE Mannskupp fehlen noch einige Meldungen, die können online ausgeführt werden, denkt bitte daran.

Bilder
Schickt uns gern auch Bilder und kleine Filme für die Seiten, bzw. für ossiloop.tv, unseren Kanal.

Vielen Dank an die vielen Unterstützer von Fortuna Logabirum und RSV Leer beim Eintüten und Austragen der Startunterlagen. Matthias hat mit seinen Mitstreitern in sehr kurzer Zeit eine App erstellt, die funktioniert und weiter optimiert wird.

Bitte haltet euch an die Distanzregeln und tummelt euch nicht auf den bekannten Strecken und denkt auch noch mal an die, die seit Wochen unter Dauerstress an der Bewältigung der Krise arbeiten.

So und nun wollen wir laufen – dabei viel Spaß und liebe Grüße,
Edzard

Anmeldefrist ist abgelaufen – Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern gehen an den Start

Virtualität ermöglicht es den Läufern dieses Jahr beim Ossiloop von ihrer Haustür  aus zu starten - von überall auf der Welt.   Karte: Max Wappler
Virtualität ermöglicht es den Läufern dieses Jahr beim Ossiloop von ihrer Haustür aus zu starten - von überall auf der Welt. Karte: Max Wappler
 

Unter den gemeldeten Läufern befindet sich viel Prominenz aus der Literaturszene und dem Fernsehen.

Ossiloop-Organisator Edzard WirtjesarchivBILD: Thomas Breves
Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes  BILD: Thomas Breves
 

OSTFRIESLAND. (ah/AS) Dieses Jahr ist alles anders – zumindest beim Ossiloop. Das ist nicht nur der App geschuldet, mit deren Hilfe jeder von zuhause aus loslaufen kann, sondern auch dem Starterfeld. Durch die App ist der Lauf viel internationaler und mit Teilnehmern besetzt, die hier eher nicht als Läufer bekannt sind. Der Meldestand hat die 2000er Grenze überschritten. Starten wollen jetzt auch zunehmend Walker und Wanderer an. Anmeldungen sind aber noch bis zum 25. April online möglich. Die App ist erfolgreich getestet worden und befindet sich jetzt in der Antragsphase bei Google und Apple. Am 25. April wird es als Warm-Up einen Testlauf zwischen 10 und 16 Uhr für alle Teilnehmer geben.

Im Rahmen der Abmeldefrist hatten sich etwa 40 Prozent der Teilnehmer dazu entschieden, nicht mitzumachen. Weitere zehn Prozent haben Startplatz auf 2021 übertragen. Auch Neuanmeldungen sind eingetrudelt. Sie kommen aus der ganzen Welt – inzwischen aus acht Ländern: Österreich, Schweiz, USA, Niederlande, Großbritannien, Schweden und Bali. In der Teilnehmerliste stehen auch einige bekannte Namen aus Literatur und Fernsehen. So hat Schriftsteller Jan Brandt (Ihrhove läuft in Berlin) einige seiner Kollegen motiviert: Sasa Stanisic (Deutscher Buchpreisträger 2019 – Titel „Herkunft“ (läuft in Hamburg), Jan Wagner (Preis der Leipziger Buchmesse) und Thomas Pletzinger („The Great Nowitzki“) sind mit dabei. Aus den Frieslandkrimis ist Schauspieler Holger Stockhaus (Bestatter Habedank (läuft in Stuttgart) im Teilnehmerfeld vertreten. Sie alle können dieses Jahr mitmachen, weil jeder für sich dort laufen kann, wo er gerade ist.

Leichtathletik - Jever-Fun-Lauf soll bislang wie geplant stattfinden – Veranstalter entscheiden Ende April neu

Ob der beliebte Schortenser Jever-Fun-Lauf wie in den vergangenen Jahren stattfinden  kann, ist noch nicht sicher. Die Verantwortlichen beraten Ende April.   BILD: Thomas Breves
Ob der beliebte Schortenser Jever-Fun-Lauf wie in den vergangenen Jahren stattfinden kann, ist noch nicht sicher. Die Verantwortlichen beraten Ende April. BILD: Thomas Breves

Für die virtuelle Form des Ossiloops hat sich inzwischen auch eine Läuferin aus Österreich angemeldet.

FRIESLAND/OSTFRIESLAND. (AS/Mün) Der Organisator des Jever-Fun-Laufs Rudolf Budweg und sein Team sind besorgt. Die derzeitige Ausnahmesituation rund um das Coronavirus zwang Veranstalter großer Marathons und Laufveranstaltungen in ganz Deutschland in den vergangenen Wochen zu Absagen – zu ungewiss ist die Zukunft. Zwar soll der Internationale Schortenser Jever-Fun-Lauf erst im August stattfinden, doch Gedanken machen sich die Verantwortlichen bereits jetzt.

„Vom Kopf her gehen wir gerade davon aus, dass der Jever-Fun-Lauf stattfinden wird. Daran halten wir auch erst einmal fest und entscheiden Ende April neu. Wir sind im Team die ganze Zeit in Kontakt. Vielmehr als die Durchführung, sorgt uns momentan die Situation der Sponsoren und Geschäfte“, erklärt Budweg. Viele von ihnen sind durch die momentane Lage wirtschaftlich betroffen. Aus diesem Grund stellte das Organisationsteam die Akquise von Anzeigen und Unterstützern zunächst ein. „Das ist momentan keine Zeit, in der man fragt, ob irgendwer eine Anzeige schalten will“, stellt Budweg klar. Für ihn ist derzeit Geduld das Gebot der Stunde. Er ist sich jedoch sicher, dass der Jever-Fun-Lauf im August stattfinden wird. „Wie und in welcher Form, müssen wir aber abwarten.“

Nicht mehr abwarten müssen die Organisatoren des Ossiloops um den Verantwortlichen Edzard Wirtjes. Nachdem sie den Lauf in der regulären Form schon vor zwei Wochen abgesagt und bekannt gegeben hatten, ihn virtuell stattfinden zu lassen, läuft die Vorbereitung auf Hochtouren. „Die App ist entwickelt und in der Testphase. Bisher kriegen wir jeden Tag neue Anmeldungen und das inzwischen aus ganz Deutschland und aus Österreich“, erklärt Edzard Wirtjes. Eine Wienerin habe sich angemeldet ebenso wie ein Berliner. Zwar hätte das Team auch rund 700 Ab- und 200 Ummeldungen auf das nächste Jahr erhalten, aber Wirtjes schätzt, dass trotzdem etwa 1500 bis 1700 Läufer mitmachen werden.

Das System stößt auf Begeisterung. „Wir haben das Zeitfenster der Etappen von 20 Uhr auf 21 Uhr erweitert und wollen jetzt auch überregional Werbung machen. Schließlich ist es mit der App möglich, von überall auf der Welt teilzunehmen.“ Heute endet die Um- und Abmeldefrist. In ein paar Tagen hat Wirtjes die genauen Zahlen und die Gewissheit, wie viele Menschen virtuell mitlaufen. Und noch etwas Gutes bringt die Virtualität mit sich: Wirtjes selbst kann nach 14 Jahren als Organisator endlich wieder selbst teilnehmen, da er sonst während der Etappen immer voll eingespannt war.

Auf Virtualität setzen auch die Veranstalter des Gorch-Fock-Laufs in Wilhelmshaven. Anmeldungen lagen vor, 1500 Medaillen waren bestellt, viel Arbeit im Vorfeld bereits erledigt – jetzt steht fest: Der Gorch-Fock-Lauf wird am 14. Juni nicht wie geplant stattfinden. „Wir halten es als organisierender Verein für eine falsche Botschaft, zu einer eventuell Viren verbreitenden Großveranstaltung aufzurufen, selbst wenn sich die Situation im Juni wieder verbessert haben sollte“, stellt Inga Bernsau fest. Die Entscheidung, den Lauf abzusagen und stattdessen einen virtuellen Lauf anzubieten, sei im Gorch-Fock-Lauf-Verein einstimmig gefallen.

Die Verantwortlichen bitten um Verständnis, dass jetzt alles Weitere nicht sofort erledigt werden kann. „Wir werden mit allen, die sich angemeldet haben, Kontakt aufnehmen. Und wir wollen die Gemeldeten finanziell entschädigen. Aber wir werden eine Bearbeitungsgebühr nehmen müssen, weil uns ja auch durch die Zusammenarbeit mit dem Zeitnehmer, der auch die Anmeldungen verwaltet, Kosten entstanden sind. Und auch Rückerstattungen kosten Geld.“ Grundsätzlich spielt für Bernsau aber auch ein zutiefst menschlicher Aspekt eine Rolle: „So eine Veranstaltung organisierst du, wenn du den Kopf frei hast. Aber wer hat das im Augenblick?“

 aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 31.03.2020
 
 

Ossiloop - Etappen finden an den geplanten Terminen statt - keine zentrale Laufstrecke / Organisator Edzard Wirtjes setzt auf eine kreative Lösung - App ist in der Entwicklung.

Bensersiel/Leer. (jos) Der Terminplan für die 39. Auflage des Ossiloop wird nicht geändert. Das teilten die Organisatoren um Edzard Wirtjes gestern mit. Die erste Etappe findet wie geplant am 28. April um 19 Uhr statt. Doch es geht dieses Mal nicht vom Meer nach Leer. Die Läufer sollen zwar alle zeitgleich starten, aber nicht auf einer festen Strecke. Jeder soll seine Kilometer da abspulen, wo er gerade ist. Über eine App können sich die Teilnehmer einloggen, sodass die Teilnahme bestätigt wird. Eine Zeitnahme wird es nicht geben. Dafür haben alle die Chance, sofern sie alle sechs Etappen bestreiten, das Dörloper-Shirt zu erhalten. Von einer generellen Absage oder einer Verschiebung in den Herbst haben die Verantwortlichen Abstand genommen. Auch wenn sie wissen, dass dieser Ossiloop nicht wie die anderen sein wird.

Dieses Jahr wird es statt großen Gruppen nur einzelne Läufer geben.BILD: Joachim Albers
Dieses Jahr wird es statt großen Gruppen nur einzelne Läufer geben.BILD: Joachim Albers

Besondere Probleme erfordern besondere Lösungen – und entgegen aller Witze sind Ostfriesen für unkonventionelle Denkansätze bekannt. Das beweist jetzt auch Edzard Wirtjes, Organisator des Ossiloops.

Die 39. Auflage des Etappenlaufs wird in anderer Form stattfinden, als die bisherigen Austragungen. Gelaufen wird an den geplanten Terminen, aber nicht auf einer gemeinsamen Strecke. „Nach den Entscheidungen der Landesregierung, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen ist klar, der Ossiloop kann in der gewohnten Form nicht stattfinden. Das war absehbar und wir beschäftigen uns schon länger damit, welche Alternativen wir haben. Das Verschieben auf den Herbst haben wir verworfen, da Herbstferien und besonders der Gallimarkt und die Entwicklung es unrealistisch erscheinen lassen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Verantwortlichen.

Doch einfach absagen, wollten die Organisatoren den Ossiloop auch nicht. Daher soll jeder angemeldete Teilnehmer am 28. April um 19 Uhr die erste Etappe in Angriff nehmen. „Der Unterschied zur gewohnten Durchführung ist, das man da läuft, wo man gerade ist – zu Hause“, heißt es von den Verantwortlichen weiter. Das bedeutet, dass sich jeder seine Strecke aussuchen kann, solange sie 11,2 Kilometer lang ist. Die Läufer bekommen, wie angekündigt, ihre Startnummern ab Freitag, 27. März, bei Spaß mit Sport, Am alten Handelshafen 2, in Leer. An den jeweiligen Lauftagen sollen die Athleten ihre Startnummer tragen. Es wird derzeit an der Entwicklung einer Ossiloop-App gearbeitet, über die sich die Läufer zum Start mit ihrem Teilnehmercode einloggen können. Über die App wird der Lauf registriert. Hierfür steht ein Zeitfenster von etwa zwei Stunden, angepasst an die Etappenlänge, zur Verfügung. Eine Zeitnahme erfolgt nicht. Wer alle sechs Etappen bestreitet, bekommt auch in diesem Jahr das Dörloper-Shirt. An den Feinheiten und der Gestaltung der App arbeiten die Verantwortlichen in den kommenden Tagen weiter.

Auch wenn das Gemeinschaftsgefühl auf der Strecke und die Anfeuerungen der Zuschauer vielen fehlen werden, bietet die dezentrale Austragung den Läufern völlig neue Möglichkeiten. Vom Crosslauf im eigenen Garten über Höhenmeter am Deich oder dem Stadtlauf durch die Nachbarschaft ist alles möglich. „Dies kann zwar das gewohnte Ossiloopgefühl nicht ersetzen, aber wir wollen etwas Motivierendes vermitteln und damit ein positives Zeichen setzen“, lautet die Einschätzung der Verantwortlichen.

Weitere Informationen zum genauen Ablauf und der App werden zeitnah auf der Internetseite des Ossiloops veröffentlicht.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 14.03.2020

 

 

CORONAVIRUS - Neben dem Fußball sind auch Ossiloop, die Boßel-EM und der Drittliga-Handball betroffen

BILD: Joachim Albers
BILD: Joachim Albers

Organisatoren und Vereine stehen bereits im Kontakt mit den Behörden. Abgesagt ist bis jetzt aber nichts.

OSTFRIESLAND/FRIESLAND. Das Coronavirus greift auch in Deutschland weiter um sich. Gesundheitsminister Jens Spahn hat deshalb empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, erklärte der CDU-Politiker am Sonntag in Berlin. Von solchen Absagen könnten neben der Fußball- Bundesliga auch der Ossiloop, die anstehende Boßel-EM in Schleswig-Holstein sowie die Handball-Heimspiele der beiden Drittliga-Clubs aus Aurich und Wilhelmshaven betroffen sein.

Edzard Wirtjes, Organisator des Ossiloops, stuft die Situation sieben Wochen vor der ersten Etappe als ernst ein und sieht die 39. Auflage des beliebten Laufes nach derzeitigem Stand gefährdet. „Es ist nicht davon auszugehen, dass das Virus in den nächsten drei bis vier Wochen kein Thema mehr ist“, sagt Wirtjes. Mit mehr als 2000 Anmeldungen liegt laut dem Organisator bereits jetzt ein sehr hoher Meldestand vor. „Eine Entscheidung muss also getroffen werden und das umgehend“, erklärt Wirtjes. Er selbst kam erst am späten Samstagabend aus dem Urlaub zurück und nahm gleich am Montagmorgen Kontakt zu den Behörden auf.

Etappenlauf - 39. Auflage startet am 28. April in Bensersiel

Knapp drei Monate vor dem ersten Startschuss haben sich bereits mehr als 1800 Läufer  angemeldet.    BILD: Joachim Albers
Knapp drei Monate vor dem ersten Startschuss haben sich bereits mehr als 1800 Läufer angemeldet. BILD: Joachim Albers

OSTFRIESLAND. (JES) Am 28. April ist es soweit: Der Ossiloop geht in seine 39. Runde. Gelaufen wird in diesem Jahr von Bensersiel nach Leer. Bereits jetzt haben sich mehr als 1800 Läufer für den beliebten Etappenlauf angemeldet.

Gegenüber den Vorjahren wird sich am Streckenverlauf kaum etwas ändern. So wird auf der ersten Etappe von Bensersiel nach Dunum (11,2 Kilometer) gelaufen. Das zweite Teilstück führt die Teilnehmer von Dunum nach Plaggenburg (11,5 Kilometer). Besonders beliebt beim Ossiloop ist die Etappe, bei der es durch Aurich geht und die mit 9,7 Kilometern gleichzeitig die kürzeste auf dem Weg nach Leer ist. Nach dem Bergfest geht es weiter von Holtrop nach Bagband. Mit 11,9 Kilometern ist dieses Teilstück auch in diesem Jahr das längste. Bei der vorletzten Etappe geht es vom Gut Stikelkamp nach Holtland (9,8 Kilometer), ehe für die Ossiloper die finalen 10,2 Kilometer von Nortmoor nach Leer anstehen.

Neu in diesem Jahr ist, dass die Laufveranstaltung eine eigene Hymne erhält. Zwei Musiker aus Ostfriesland haben ein Lied für den Ossiloop komponiert. Erstmals werden sie das Lied in Bensersiel vor der ersten Etappe als Premiere live spielen und singen.

Außerdem ist ein Beutel für alle Etappen geplant. Eine Logistikklasse der BBS 2 Emden hat ein Konzept erarbeitet, wie Kleidung und Ausrüstung vom Start zum Ziel transportiert werden kann. Dazu gibt es einen Stoffbeutel, den die Läufer kurz vor dem Start in eine Kiste legen und im Ziel wieder rausnehmen.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 04.02.2010

 

 

Leer/Bensersiel. (JES) Mit der sechsten und letzten Etappe ist die 38. Auflage des Ossiloops am vergangenen Freitag zu Ende gegangenen. Von den 2809 gemeldeten Dörlopern, die am 1. Mai in Logabirum gestartet sind, liefen 17 Tage später 2352 Läufer im Hafen von Bensersiel ein. Insgesamt hatten sich für den Sechs-Etappen-Lauf 3111 Teilnehmer angemeldet. Wie auch schon in den Jahren zuvor gingen bei jedem Teilstück zahlreiche Tagesläufer an den Start. 388 „Dagloper“ waren allein auf der vierten Etappen, die von Egels auf den Auricher Marktplatz führte, vertreten. Dieses Teilstück war mit 3079 Startern auch die teilnehmerstärkste Etappe in diesem Jahr. Die 39. Auflage des Ossiloops findet vom 28. April bis zum 15. Mai statt. Dann geht es vom Meer nach Leer.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 21.05.2019

Leichtathletik - Andreas Kuhlen holt sich den Gesamtsieg beim Ossiloop 2019

 

Verena Coordes sichert sich den ersten Platz in der Frauenkonkurrenz. Das Dörloper-Shirt ist wieder etwas Besonderes.

BENSERSIEL. Es ist schwarz-gelb und wirkt bei flüchtigem Hinsehen ein wenig so, als hätte ein Fan des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund seine Vorstellungen einfließen lassen – das Dörloper-Shirt 2019. Doch wer genauer hinschaut, erkennt sofort gewaltige Unterschiede. In dicken Lettern prangt die 63,6 auf der Brust, denn so viele Kilometer haben die Starter, die bei allen sechs Etappen dabei waren, hinter sich gebracht. Das Geheimnis der Durchläufer-Trophäe ist gelüftet.

  

Der Erste, der sich das begehrte Dörloper-Shirt hätte schnappen können, war Andreas Kuhlen. Er war auch auf dem letzten Streckenabschnitt wieder allen davon gelaufen und durfte die letzten 600 Meter des mit Zuschauermassen gesäumten Zieleinlaufs genießen. „Das war der Wahnsinn“, erklärte er der wartenden Journalistentraube, die ihn abfing, bevor er seine Trophäe in die Hand nehmen konnte. Es war sein 18. Etappensieg in Folge und er gewährte bereits einen Einblick in seine Planungen für den Ossiloop 2020. „Schon im letzten Jahr habe ich gesagt, ich will eine Ära prägen. Dafür fehlen mir noch zwei Etappen.“ Die braucht der Läufer aus Oldenburg noch, um alleiniger Rekordhalter zu werden – 20 Etappen am Stück zu gewinnen, ist noch keinem gelungen.

Auch Verena Coordes, die führende Frau im Feld, war gewohnt zügig unterwegs. „Ich wollte heute einfach durchlaufen, Gas geben und habe nicht so viel darüber nachgedacht. Deshalb fiel es mir heute auch nicht schwer“, sagte die Läuferin vom TuS Weene. Sie war im Ziel von Mitstartern ihres Vereins, die ein breites Banner vorbereitet hatten, in Empfang genommen worden. Als ob sie es geahnt hätten, war es in den Farben des Dörloper-Shirts gehalten. Auf gelbem Grund stand dort nur dick in Schwarz: „1. Frau“. Mehr Worte musste man für die Frauensiegerin, die sich eigentlich „nur“ einen Platz unter den ersten Zehn erhofft hatte, nicht finden. „Ich weiß noch nicht, wie ich heute Abend feiere, aber dann ist es ja meistens am besten.“

Zum Feiern hatten sicherlich alle Dörloper Grund. Und viele von ihnen werden auch im kommenden Jahr wieder dabei sein. Der Termin steht bereits fest. Der Ossiloop 2020 startet am Dienstag, 28. April, und endet am Freitag, 15 Mai. Es geht vom Meer nach Leer.

Aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 18.05.2019

6. Etappe Dunum – Bensersiel (11,1 km)

Nach drei anstrengenden Wochen erreichen wir am Freitag die Nordsee in Bensersiel, dort erwarten uns viele Zuschauer und nach der aktuellen Wetterprognose kann es der „wärmste „ Tag des diesjährigen Ossiloops werden. Die ersten Läufer erwarten wir 19:40 Uhr.

Der Ossilooptermin für 2020 steht auch schon fest:

Dienstag 28. April – Freitag, 15. Mai

Es geht dann vom Meer nach Leer

Die wichtigsten Infos zuerst:

T-Shirts erhalten nur Gesamtläufer (Tagesläufer nicht) – die Original Startnummer müsst ihr dabei haben, das Tragen der Nummer ist Pflicht, man sieht zunehmend Läufer ohne!
Die T-Shirt Ausgabe ist nach Frauen/Männer – Startnummern und Größen geordnet. Schaut noch mal auf die Teilnehmerliste, dort ist eure angegebene Größe hinterlegt

Bei der T-Shirt Ausgabe erhalten Dörloper (die alle sechs Etappen gelaufen sind) ihr T-Shirt und alle Gesamtteilnehmer, die bis einschließlich der fünften Etappe drei Etappen gelaufen sind (ohne Dörloper Aufdruck). Bei ca. 2500 Läufern ist es nicht möglich, Größen zu tauschen. Wer sich bei der Größe versehen hat, oder keine angegeben hat, der kommt später zu uns ins Geschäft (ab Montag 20. Mai), vor Ort wird nicht getauscht. Der T-Shirt Stand befindet sich im EWE Zelt. Es gibt keine Shirts vor dem ersten Zieleinlauf.
Dazu gibt es zwei Gutscheine. Einmal von Spaß mit Sport und von Bensersiel.

Aufgrund der Erfahrungen des letzten Jahres wird Mikatiming uns nach dem Start eine Liste derjenigen erstellen, die bei der letzten Etappe nicht

OSSILOOP - 38. Auflage ist im Harlingerland angekommen – Von der Strecke geht es beim LT Schafhauser Wald direkt an den Grill

Die Vereine, Lauftreffs und Firmen aus dem Harlingerland sind auch in diesem Jahr beim Ossiloop stark vertreten. BILD: Jochen Schrievers

Eibo Eiben beendet Jubiläum fast vor der Haustür. Dunumer zum 175. Mal am Start

Plaggenburg/Dunum:Sie kommen aus Carolinensiel, Ochtersum oder Holtriem. Sie tragen die Shirts des Krankenhauses Wittmund, der WfbM, der TG Wiesmoor oder der Freien Läufer Bentstreek. Doch eines haben sie alle gemeinsam. Sie kommen aus dem Harlingerland und sind somit auf der fünften Etappe des Ossiloops auf heimischem Boden angekommen.

Und für einen von ihnen endete die vorletzte Etappe von Plaggenburg nach Dunum nahezu direkt vor der Haustür. Doch nicht nur der kurze Weg vom Ziel nach Hause machte das gestrige Teilstück für Eibo Eiben zu etwas Besonderem. Er absolvierte seine 175. Etappe und genoss den Lauf sichtlich. Auf die Zeit achtet er schon lange nicht mehr so genau. Vielmehr richtete sich sein Blick immer wieder an den Streckenrand, von wo er immer wieder mit „Moin Eibo“ begrüßt wurde. Und das Dunumer Lauf-Urgestein grüßte jedes Mal mit einem Lächeln auf den Lippen zurück. Seitdem er das erste Mal am Ossiloop teilgenommen hat, sind die Teilnehmerzahlen um ein vielfaches gestiegen. Auch die Menschenmenge neben der Strecke ist deutlich größer geworden. Doch auf seiner Heimetappe kennt ihn eben fast jeder.

Mit dem Zieleinlauf in Dunum ist für die meisten Läufer aus dem Harlingerland auch die Zeit der längeren Busfahrten beendet. Die sind für einige ein notwendiges Übel, für andere einer der Hauptbestandteile des Ossiloops. Zusammen mit Freunden und Bekannten zum Start oder vom Ziel in Richtung Heimat zu fahren, hat eben seinen eigenen Charme. „Abnehmen kann man beim Ossiloop nicht“, gestand Alwin Günther vom LT Schafhauser Wald grinsend. Zu gut sei die Verpflegung im Bus. Das Angebot übersteige den tatsächlichen Kalorienbedarf deutlich. Auch wenn es von Dunum aus nicht mit dem Bus weiter ging, war für die Energiezufuhr gesorgt. Denn zumindest für einen Teil der Läufer aus dem Harlingerland ging es von der Strecke direkt an den Grill. „Das habe sich so eingebürgert“, erläuterte Günther.

Die Stimmung passte jedenfalls schon am Start. nach den windigen und regnerischen Teilstücken zu Beginn der 38. Auflage, wurden die Athleten im Harlingerland bei strahlendem Sonnenschein in Empfang genommen. Und auch die Gewissheit, nur noch einmal auf die Strecke zu müssen, ehe es das begehrte Dörloper-Shirt gibt, machte die 11,3 Kilometer nach Dunum ein wenig einfacher.

aus „Anzeiger für Harlingerland„ vom 15.05.2019

 

Die fünfte Etappe OSSILOOP - Fünftes Teilstück führt die Teilnehmer heute ab 19 Uhr von Plaggenburg nach Dunum

41,2 Kilometer sind geschafft. Mit der heutigen Etappe, die 11,3 Kilometer lang ist, erreichen die Läufer das Harlingerland. 
 

Prognosen versprechen gute Bedingungen. Der Führende Andreas Kuhlen steht vor seinem 17. Etappensieg.

PLAGGENBURG/DUNUM. 41,2 Kilometer sind geschafft – es fehlen noch 22,4 Kilometer bis zum großen Ziel: Zwei Etappen müssen die Teilnehmer des Ossiloops noch hinter sich bringen, ehe sie am kommenden Freitag im Hafen von Bensersiel das begehrte Dörloper-Shirt in den Händen halten und überziehen dürfen. Heute Abend geht es für die 2490 gemeldeten Läufer, die nach den vier Etappen noch im Rennen sind, von Plaggenburg nach Dunum. Der Startschuss fällt um 19 Uhr.

Nach dem stimmungsvollen und trockenen Zieleinlauf am vergangenen Freitag in Aurich dürften sich die Teilnehmer auch heute mit Temperaturen um zwölf Grad, null Prozent Regenrisiko und leichter Wind aus nördlicher Richtung auf gute Bedingungen freuen. Als Erster im Ziel wird wieder einmal der Vorjahressieger und Führende Andreas Kuhlen erwartet. Der Läufer der LSF Oldenburg steht vor seinem 17. Etappensieg. Den Rekord von 20 Siegen in Serie, den Stephan Immega 2008 aufstellte, wird er erst im kommenden Jahr brechen können – wenn er denn erneut an den Start geht. Entschieden ist auch das Rennen in der Gesamtwertung der Frauen: Genau drei Minuten beträgt der Vorsprung von Verena Coordes auf die Jugendläuferin Katharina Saathoff. Nachdem zuletzt zwei Tagesläuferinnen triumphierten, hat sich Coordes für heute fest vorgenommen, wieder als erste Frau die Ziellinie zu überqueren.