Verantwortlich des MTV ziehen positives Fazit / Georg Janssen gewinnt den Halbmarathon

WITTMUND. Der 19. Klinkerlauf ist noch nicht einmal gestartet, da freuten sich die Organisatoren des MTV Wittmund am Samstag bereits über die Vermeldung eines neuen Teilnehmerrekords von 50 Kindern beim Bambini-Lauf. Mit ein wenig Gedränge ging es schließlich für die jüngsten Starter im Feld quer über den Rasenplatz auf dem Sportplatzgelände der BBS zum Zieleinlauf an der Bushaltestelle. Ins Schwitzen kamen dabei nicht nur die Kinder – auch die Eltern und Großeltern mussten sich vom Start aus sputen: Immerhin wollten sie pünktlich an der Zielgeraden stehen, um ihre Jüngsten mit dem verdienten Applaus zu empfangen und den Einlauf mit der Handykamera festzuhalten. „Du warst schnell wie der Blitz“, lobten einige Eltern ihre tapferen Nachwuchssportler. Auch bei den Schülerläufen (750 Meter/1500 Meter) war das Interesse groß. Dafür gab es entsprechend positive Worte von Moderatorin und Pastorin Martina Stecher: „Es ist super klasse wie laufbegeistert die Kinder sind.“

Ein Teilnehmer, der zwar jedes Jahr seinen Abschied bekanntgegeben hat, kann und will sich doch nicht so einfach vom Klinkerlauf verabschieden und war dementsprechend auch bei der 19. Auflage dabei – Gerhard Schroeder (Spiridon Frankfurt) in der Altersklasse Senioren M 80 beim Fünf-Kilometer-Lauf.

„Ich liebe Wittmund und ich liebe Ostfriesland“, brachte es der 84-Jährige, der trotz diverser Operationen stets einen fitten Eindruck macht, auf den Punkt und bekam dafür kräftigen Applaus vom Streckenrand. Trotz zum Teil schwarzer Gewitterwolken am Himmel blieb es bis zu den Siegerehrungen trocken, sogar die Sonne blickte immer mal wieder hervor. Entsprechend positive Worte fand im Anschluss auch Maria Siepert vom MTV Wittmund – besonders im Hinblick auf die Vereinsarbeit: „Dass wir eine Vereinssache haben, die noch klappt, obwohl wir mittlerweile sehr alt sind und echt kämpfen, dass es noch so weiter geht“. Damit ging die Klinkerlauf-Verantwortliche des MTV Wittmund aber auch auf die entscheidende Zukunftsfrage ein. „Den 20. wird es noch geben, auf jeden Fall. Was danach kommt, dahinter steht ein Fragezeichen.“

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 04.09.2017