Klinkerlauf 2019: Familiäres Umfeld überzeugt - Mehr als 400 Starter beim 21. Klinkerlauf - Neue Streckenbestzeit - Tammo Rößing und Sebastian Bambey melden sich jeweils mit Siegen auf den fünf Kilometern und der Halbmarathondistanz zurück.

Für die Ungeduldigen: zu den Ergebnissen

 

Die Läufer gaben nach dem Start richtig Gas. BILD: Annika Schmidt

Wittmund. (AS) Die Wettervorhersagen haben eigentlich nichts Gutes erahnen lassen, doch das schreckte die mehr als 400 Sportler, die zum 21. Wittmunder Klinkerlauf am vergangenen Samstag gekommen waren, nicht ab. Auf sieben verschiedenen Distanzen vom Bambini-, Schüler- bis zum Halbmarathonlauf gingen sie an den Start. Viele bekannte Gesichter waren dabei. Unter anderem absolvierte die erfolgreiche Siebenkämpferin des MTV Wittmund Fortuna Nkengue mit den Kleinsten ein Aufwärmprogramm. Tammo Rößing von der LG Harlingerland siegte auf der F ünf-Kilometer-Strecke in 18:43 Minuten, und Tanja Schwarz vom MTV Aurich gewann bei den Frauen nicht nur beim Zehn-Kilometerlauf, sondern lief zudem auch eine neue Streckenbestzeit.



 
„Hier stimmt einfach alles – Umfeld, Strecke und Organisation passen gut zusammen“, erklärte Waltraud Klostermann, glücklich über ihren Sieg bei den Frauen im Fünf-Kilometer-Lauf. Nach 21:24 Minuten überquerte sie das Ziel, mit einem Abstand von einhalb Minuten. Damit hat sie am Samstag auf den Punkt gebracht, was viele Läufer zum bereits 21. Wittmunder Klinkerlauf gezogen hat. Auf sieben verschiedenen Distanzen tobten sich mehr als 400 Läufer von Klein bis Groß aus. Vom Bambini-, Schüler- bis zum Halbmarathonlauf war alles dabei. Viele nutzten den Lauf zur Vorbereitung, einige zum Wiedereinstieg und wieder ein paar, um einfach gemeinsam mit der Familie oder Freunden einen schönen sportlichen Tag zu erleben. Jennifer Rehberg, die als Zweite nach 23:01 Minuten die Ziellinie nach fünf Kilometern überquerte, ist bereits zum zweiten Mal beim Klinkerlauf an den Start gegangen. „Im letzten Jahr konnte ich die fünf Kilometer bei den Frauen gewinnen. Das Schöne an diesem Lauf ist einfach die familiäre Atmosphäre. Man kennt viele und trifft sich hier immer wieder“, erklärte die junge Frau vom MTV Hohenkirchen.
Und es ist wahr, auch beim diesjährigen Klinkerlauf erschien so manch’ ein bekanntes Gesicht. Wie zum Beispiel Sebastian Bambey von Fortuna Logabirum, Sieger auf der Halbmarathondistanz: „Für mich war es ein gutes Rennen. Bis zur Hälfte machte der Zweite noch etwas Druck von hinten und blieb an mir dran. Dann brach er weg und ich lief alleine hinter dem Führungsrad her. Der Fahrer hat aber einen super Job gemacht und mich die zweite Hälfte die ganze Zeit weiter motiviert. So konnte ich nach 1:27 Stunden durchs Ziel laufen.“ Vier Minuten vor dem Zweiten. Bambey, der die Wertung der ostfriesischen Meisterschaften im Halbmarathon beim Harlinger Volkslauf 2019 mit 1:29 Stunden gewann, haderte damals mit einer Verletzung im Hüftbereich, kurierte diese aus und kehrte jetzt wieder ins Marathontraining für Bremen zurück. Diesen hat sich auch Triathlet Wilfried Niehüser zum Ziel gesetzt. Er hat in diesem Jahr zwar schon einen sportlichen Höhepunkt mit dem Ironman in Hamburg erlebt, möchte das Jahr aber noch mit einem schnellen Marathon beenden. Für ihn besticht der Klinkerlauf durch seine ruhige, landschaftliche Strecke. „Es ist schön hier, fernab von großem Verkehr oder viel Trubel laufen zu können. Die großen Marathons sind meist sehr überlaufen und nicht so entspannt“, berichtete Niehüser von der LT Ramsloh/TEA. Er wurde Vierter auf den 21,097 Kilometern.
Ein junger Mann, der ebenfalls schon vom Harlinger Volkslauf bekannt sein dürfte, ist Tammo Rößing von der LG Harlingerland. Er hatte hinter Bambey beim Harlinger Volkslauf den zweiten Platz belegt, war damals allerdings nicht zufrieden gewesen. Am Samstag sah das ganz anders aus. Nach nur 18:43 Minuten gewann er auf den fünf Kilometern. „Es lief super. Ich habe auf Sieg gespielt und einen Sieg bekommen“, erklärte Rößing, der wie Bambey wieder in der Erfolgsspur ist. Zufrieden war sicher auch Tanja Schwarz vom MTV Aurich, die mit 40:49 Minuten eine neue Streckenbestzeit auf den zehn Kilometern bei den Frauen erlief.

 

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 09.09.2019