Auch Neulinge erproben sich über verschiedene Distanzen und erzielen gute Ergebnisse - Liste der Plätze 1 bis 3 der jeweiligen Läufe am Ende des Artikels

von Dennis Maslo - Wittmund: Beste Wetterbedingungen, ein facettenreiches Laufangebot und zahlreiche jubelnde Fans – all das hat der Wittmunder Klinkerlauf am Samstag geboten. Neben dem Wettkampf der Kleinsten, starteten 389 Leichtathleten über sechs verschiedene Distanzen. Vom Bambinilauf bis hin zum DLV-vermessenen Halbmarathon – die 20. Auflage der Veranstaltung bot etwas für jeden Teilnehmer und hat dabei nichts von seinem familiären Charme eingebüßt.

 

„Hier findet sich jeder wieder. Das ist eine persönliche Veranstaltung, bei der der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Das Ergebnis ist für viele dabei eher zweitrangig“, sagte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen, der den Startschuss für die einzelnen Läufe gab. Für viele Teilnehmer liege der Fokus beim Klinkerlauf auf dem Beisammensein. „Im Grunde ist das hier ein großes Familienfest“, resümierte er. Die Läufer kennen sich untereinander und werden von ihren Freunden angefeuert. Besonders freudig zeigten sich die Veranstalter vom MTV Wittmund über die rege Teilnahme der Grundschule Willen. Beim Schülerlauf über die 750 Meter standen zahlreiche Kinder in grünen Trikots auf der Startlinie und ließen sich von den begeisterten Eltern anfeuern. Die allgemeine Begeisterung spornte auch Neulinge an, sich über verschiedene Distanzen zu erproben. „Hier fangen viele an. Besonders die Fünf-Kilometer-Distanz lockt viele Neulinge an“, sagte die Organisatorin Maria Siepert.

Eine dieser Neulinge auf der Fünf-Kilometer-Strecke war Christin Bartsch aus Wittmund. Nach einer zweimonatigen Vorbereitung nahm sie zum ersten Mal bei einer Laufveranstaltung teil. Vor dem Beginn kam dann jedoch die Aufregung: „Eigentlich wollte ich gar nicht starten, aber meine Arbeitskollegen haben mich getriezt“, sagte sie. Dass sie dann doch noch antrat, hat sich gelohnt. „Ich habe die Zeit, die ich mir vorgenommen habe, gut eingehalten“, freute sie sich, nachdem sie nach 30:35 Minuten im Ziel eintraf. Bevor Bartsch die Linie übertrat, musste sie sich jedoch noch ein Duell mit Kirsten Amft (MTV Wittmund) liefern, die sie kurz vor dem Ende des Laufs überholen wollte. „Sie kam von hinten, aber das habe ich mir nicht gefallen lassen“, sagte Bartsch, die sich mit einer Sekunde Vorsprung durchsetzte.

 

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 03.09.2018