Kampfsport-Sparte

Hier finden sie alle Informationen zur Kampfsport-Sparte des MTV Wittmund.

Ansprechpartner:

Danjel Hirsch  04462-9866054  danjel.hirsch@web.de

 

Zusätzliche Infos gibt es auf der abteilungsinternen Homepage, die in www.karate-wittmund.de zu erreichen ist.
 
Aktuelle Trainingszeiten: KARATE

Donnerstag:
18:00 - 19:00 Uhr Karate "Minis" 5 - 8 Jahre
19:00 - 20:00 Uhr Karate "Jugend/Erwachsene" ab 13 Jahren oder 5.Kyu
 
Freitag:
18:00 - 19:00 Uhr Karate "Kinder" 9 - 12 Jahre
19:00 - 20:00 Uhr Karate "Jugend/Erwachsene" ab 13 Jahren oder 5.Kyu
 
Samstag:
10:00 - 11:00 Uhr Prüfungsvorbereitung, 5 - 8 Jahre
11:00 - 12:00 Uhr Prüfungsvorbereitung, 9 - 12 Jahre
12:00 - 13:00 Uhr Prüfungsvorbereitung, ab 13 Jahren oder 5.Kyu
 

Thomas Breves
26-Jährige ist überrascht von der großen Resonanz. „Ich möchte gerne etwas zurückgeben“, sagt sie.

Wittmund. Wer nicht unbedingt fließend japanisch spricht, hat es zuerst einmal schwer. Die Kommandos kommen schnell, aber die 50 jugendlichen Karatekämpfer in der Wittmunder BBS-Sporthalle reagieren in ähnlicher Geschwindigkeit. Sie verstehen jedes Wort. Sophie Wachter geht durch die Reihen, schaut sich die Bewegungen. Sind sie präzise? Auf den Punkt? Schnell genug? Die Kata-Weltmeisterin erkennt sofort, wo es hakt. Dann greift sie korrigierend ein, gibt ein paar Tipps, und schon erschallt das nächste japanische Kommando aus ihrem Mund. „Für mich war es früher immer das Größte auf den Lehrgängen zu trainieren, wo ich wusste, da kommen Nationalkaderathleten“, sagt sie. „Es ist das Schöne am Karate, dass der Leistungssport in den Breitensport integriert ist und die Vorbilder der Kinder greifbar sind“, erklärt sie, während neben ihr bereits der Kata-Nachwuchs steht, um sich ein Autogramm von seinem Idol zu sichern. Es ist für die jungen Athleten immer eine besondere Motivation, wenn sie mit den Stars der Sportart trainieren dürfen. Für Sophie Wachter ist das Training mit den Jugendlichen eine Herzensangelegenheit. Umso mehr freut sich die 26-Jährige, dass so viele junge Karatekämpfer in die Halle gefunden haben. „Ich möchte gerne etwas zurückgeben, gerade weil ich weiß, wie toll ich das als Kind fand“ erklärt sie.
Zu wenig Anerkennung in Deutschland
Eigentlich wollte sie sich in diesem Jahr auf die Olympischen Spiele vorbereiten. Karate wird dort zum ersten Mal als Sportart demonstriert – allerdings nur als Einzeldisziplin und nicht für Teams, so wie es die 26-Jährige betreibt. Ihrer Passion, dem Teamsport will sie aber treu bleiben. Deshalb verzichtet sieauf Olympia in Tokio, denn als Einzelkämpferin fühlt sie sich nicht. „Es ist traurig, dass das nach 2020 wieder alles wegfällt“, bemerkt sie. Gerade ist ihrer Sportart ein wenig der Weg ins Rampenlicht geebnet worden. Nach den Olympischen Spielen ist das wieder vorbei. „In anderen Ländern genießt der Sport deutlich mehr Anerkennung. Weit reisen muss man dafür nicht. Schon in Frankreich hat Karate einen deutlich höheren Stellenwert, wie viele andere Kampfsportarten auch.
Mehr als Bretter zertrümmern. 

Karate ist mehr als bloßes Bretter zerschlagen, wie es so gerne im Fernsehen gezeigt wird. Tatsächlich wird das überhaupt nicht gemacht. Im Gegenteil: „Karate ist primär Kampfkunst und kein Kampfsport. Das unterscheidet uns auch noch ein bisschen. ,Kumite’ ist Semikontakt, und die Kunst besteht darin, vor dem Gesicht abzustoppen und nicht voll durchzuziehen“, erklärt die Weltmeisterin.
Auch am Nachmittag gab es für sie keine Pause. Gojushiho Dai und Unsu waren die Katas der Oberstufe. Bereits in den Aufwärmphasen waren Elemente der jeweiligen Kata eingebaut, die dann immer detaillierter in Form von speziellen Passagen geübt wurden. Vom Ablauf bis hin zur Kata-Anwendung (Bunkai) wurde in Wittmund alles trainiert.
„Das Lehrgangstraining unterscheidet sich hier ganz bewusst vom normalen Training im eigenen Dojo, sodass der Fokus nicht darauf gelegt wurde, den Ablauf einer der höchstanspruchsvollen Katas zu erlernen, sondern vor allem neue Variationen, verschiedene Timing-Möglichkeiten und einen anderen Einblick in die Katas zu bekommen“. erklärt Danjel Hirsch vom MTV Wittmund. Der Organisator des Lehrgangs ließ es sich natürlich nicht nehmen, selbst auch am Lehrgang teilzunehmen. Insgesamt nahmen 70 Athleten an den fünf Trainingseinheiten teil. Sophie Wachter selbst, war von der Organisation so begeistert, dass sie sich nicht lange bitten ließ. Auch 2020 wird es in Wittmund einen Lehrgang mit der Karate-Nationalkaderathletin geben.