Liegenschaften - Anlagen sollen jetzt nach und nach saniert werden / Kreisschulausschuss legt Prioritätenliste für die nächsten Jahre fest.

WIttmund (mh) Die meisten kreiseigenen Sportanlagen befinden sich in einem bedenklichen Zustand. Es muss umfassend saniert werden. Der Schulausschuss des Kreistages beschloss jetzt ein Gesamtpaket, das nach und nach abgearbeitet werden soll. Wie hoch die Kosten sind, muss noch festgestellt werden. Klar ist aber schon, dass die Sanierungen nicht aus der Portokasse bezahlt werden können.
Denn die Liste mit den Mängeln ist lang. Im Auftrag des Landkreises nahm das Ingenieur-Büro Thalen Consult (Neuenburg) sämtliche kreiseigenen Sportanlagen unter die Lupe. Dessen Mitarbeiter Henning Göden beschrieb im Ausschuss mit teilweise drastischen Worten, wie es um die Anlagen steht. Die Worte „sanierungsbedürftig“ oder sogar „marode“ fielen mehr als einmal.

„Die Rasenplätze sind fast überall in einem guten Zustand, aber viele Gebäude, Laufbahnen und anderes sind abgängig“, sagte Göden. Einige Anlagen müssten eigentlich gesperrt werden Der Landkreis will handeln. Für das Wittmunder Stadion wird derzeit ein Konzept erarbeitet (wir berichteten). „Auch in den anderen Kommunen müssen wir etwas tun, wobei wir von der Haushaltslage abhängig sind und uns mit den Gemeinden jeweils abstimmen wollen“, sagte Landrat Holger Heymann.
Alfred Helmers, Vorsitzender des Kreissportbundes Wittmund, appellierte an die Kreispolitiker, nicht nur an den Schul- sondern auch an den Vereinssport zu denken. Er regte an, dass die Mitglieder des Kreisschulausschusses bei einer Bereisung die Anlagen einmal selbst in Augenschein nehmen sollten.
Der Ausschuss empfahl eine Prioritätenliste für die Sanierung der Sportstätten, die bei zwei Enthaltungen so beschlossen wurde.  

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 28.11.2017