Ossiloop 2012:Auf geht's zum Schlußspurt. Dienstag gibt es leider keinen Bericht vom Lauf. Bitte schaut auf die Homepages von LG Harlingerland und vom "Anzeiger"

Neue Karatekurse

Die Kampfsportabteilung bietet in Kürze wieder neue Karatekurse an unter der Leitung von Danjel Hirsch. Infos auf der Startseite!

Zu den Infos...




Zandunga

Neues Kursangebot!!! Auch Nicht-Mitglieder des MTV können teilnemen. Es ist eine Teilnahmegebühr zu entrichten. Infos bei Kerstin Lorke (Tel. 04462 / 204925)




Mitgliedsbeitrag für Studenten

Die Vereinsführung hat beschlossen, einen speziellen Mitgliedsbeitrag für Studenten einzuführen. Er beläuft sich auf 5 Euro pro Monat oder 60 Euro im Jahr und ist damit günstiger als der reguläre Erwachsenenbeitrag!!!




Neuer Laufkurs startet

Der nächste Laufkurs unter der Leitung von Maria Siepert startete am 27.Juni 2012. Alle Infos unter folgendem Link:

Infos zum Kurs




Neues Angebot: Boxen

Die Kampfsportabteilung bietet seit dem 12. April Boxen als neues Spartenangebot an. Das Training wird geleitet von Andreas Schwand. Einzelheiten siehe Artikel auf der Startseite...

Zum Artikel


Powered by Kubik-Rubik.de
Surferlatein Drucken

Anekdoten und Dönekes

Im Laufe der Zeit haben wir von der Surfabteilung auch viele lustige und amüsante Dinge miteinander erlebt. Hier eine kleine Auswahl von Anekdoten und Dönekes:

 


      Wie Rüdiger Janssen einmal der schnellste Mann auf dem Surfbrett sein wollte, es auch war ....und was dann geschah....

      Wie Werner Doden auf einem Sinker bei Schwachwind über das Hooksieler Binnentief fuhr und damit eine Wette gewann....

      Abwasch

      Karibische Nächte   

      Surfen und Surfen

      Von Hunden und Menschen

      Ein Surfbrett namens „Bodo I"

      Surferuhren gehen anders...

      Über das gestörte Verhältnis der Surfer zu Außenbordmotoren...
       
         

Wie Rüdiger Janssen einmal der schnellste Mann auf dem Surfbrett sein wollte, es auch war ....und was dann geschah....

Sommer 1995. Rüdiger hat sich ein neues Surfbrett gekauft - das erste ohne Schwert. Eine Rabbit von Fanatic - 298 cm lang mit 130 Litern, ein richtiger Renner und ein echtes Aufsteigerbrett also. Rüdiger weiß, dass er ab sofort den Anfängerstatus abgelegt hat und einer der schnellsten sind wird. Also fährt er nach Ostbense, um sich mit den Besten der Besten zu messen. Es herrscht ein starker Ostwind - ideale Voraussetzungen für einen begnadeten Heizer vor dem Herrn. Rüdiger riggt auf und schließlich ist es soweit, dass er seine Ausrüstung zu Wasser lassen kann. Es sind etliche Surfer bereits dort und so auch Franz Meier, der als einer der Besten gilt. Mit ihm zusammen geht es los. Wasserstart gelungen, Trapez eingehakt, ab in die Schlaufen und auf geht's! Zunächst liegen Rüdiger und Franz auf gleicher Höhe, doch dann zeigt Rüdiger seinem Konkurrenten, wo der Hammer hängt und wer der schnellste Nordseesurfer ist. Zwar, so stellt Rüdiger fest, vergrößert sich der Abstand zwischen ihm und dem anderen, aber was soll's: er, Rüdiger, und nur er ist der Schnellste. Schließlich dreht der andere sogar mit einer gekonnten Powerhalse ab, um die Rücktour zum Deich und damit zum Ausgangspunkt anzutreten. À propos Ausgangspunkt - wo ist der denn eigentlich? Rüdiger sieht ihn, aber er ist ziemlich weit entfernt - und zwar in Luv. Das heißt im Klartext, dass er bei seiner berauschenden Fahrt auf Raumschotkurs zwar der Schnellste war, aber auch gleichzeitig sehr viel Höhe verloren hat, die er durch anstrengendes Kreuzen wieder wettmachen muss. Schließlich liegen zwischen Ostbense und Bensersiel doch einige Kilometer.

3 Stunden später: ein völlig fertiger und ausgepowerter Rüdiger hat sich den Weg zurück nach Ostbense erkämpft. Seine Surfkameraden haben ein undefinierbares Lächeln auf den Lippen. Aber ganz tief in seinem Inneren weiß Rüdiger: heute war er unbestreitbar der absolut Schnellste! Und nur das zählt!
     
zurück nach oben


Werner Doden auf einem Sinker bei Schwachwind über das Hooksieler Binnentief fuhr und damit eine Wette gewann....

Hooksiel, Ende der achtziger Jahre: Werner Doden und Siebo Ahrends sitzen am Ufer des Hooksieler Binnentiefs und möchten surfen. Leider weht heute aber nur ein laues Lüftchen - viel zu wenig für diese Profis! Also kommt man auf dumme Gedanken. „Wetten, dass ich bei diesem Lüftchen auf diesem Sinker über das Tief auf die andere Seite und wieder zurück fahren kann," sagt Werner. Siebo stellt sich gerade Werner vor, bis zu den Oberschenkeln im Wasser und um sein Gleichgewicht kämpfend. Außerdem ist das eine ganz schön weite Strecke, so hin und zurück. „Das schaffst Du nie!" „Wetten, dass doch? Um einen Kasten Bier!" Siebo freut sich schon auf den sicheren Gewinn und stimmt zu: „O.K. Die Wette gilt."

Werner grinst, riggt ein großes Segel auf und nimmt sich das größte Brett, das zur Verfügung steht, einen gigantischen alten Verdränger. Dann schnappt er sich das kleine Brett und bindet dieses auf dem Riesen - Surfbrett fest. Diese ungewöhnliche Gesamtkonstruktion schafft er ins Wasser, steigt auf den Huckepack - Sinker, zieht das Segel aus dem Wasser und fährt los. Die ganze Sache sieht zwar sehr wackelig aus, aber das Unternehmen gelingt: Werner bringt

ohne Zwischenfälle die Strecke zum gegenüberliegenden Ufer und zurück hinter sich. Der staunende Siebo muß zugeben: Werner hat die Wette gewonnen und sich sein Bier redlich verdient.

Zurück nach oben


Abwasch

Zuidlaarder Meer: Beim Ansurfen sind wieder sehr viele Mitglieder der Surfabteilung dabei. Die Abteilungsleitung hat eine einfache, aber gute und reichliche Vollverpflegung organisiert. Beim Essen sind natürlich immer alle da, aber sowohl bei der Zubereitung als auch beim anschließenden gigantischen Abwasch sieht man immer nur die gleichen Gesichter. Die Erwachsenen beschließen: Das muss anders werden - heute sind die Jugendliche dran mit Abwaschen. Diese sind erwartungsgemäß nicht gerade begeistert über das Vertrauen, dass ihnen entgegengebracht wird, sehen aber schließlich ein, dass man aus Gründen der Fairness einfach mal über den eigenen Schatten springen muss. Also macht sich die Jugendgruppe geschlossen an die Arbeit. Aber man muss ja nicht alles so bierernst sehen, und schon fliegen die ersten Spülwasserfontänen durch die Luft. Es bleibt natürlich nicht bei den harmlosen Spritzern, denn schließlich hat man ja alle möglichen Behältnisse, die man zwar eigentlich spülen sollte, die sich aber auch hervorragend zum Nassspritzen der anderen eignen. Da bekommt einer ein Glas voll Spülwasser ins Gesicht, er rächt sich mit einer vollen Salatschüssel (der Effekt ist schon deutlicher zu sehen) und der bzw. die nächste nimmt eine ganze volle Spülschüssel. Jetzt sind die ersten tropfnassen Nachwuchssurfer zu bestaunen und die staunenden Erwachsenen, die sich mittlerweile in sicherer Entfernung befinden, können sich vor Lachen kaum halten. Aber das Spektakel ist noch lange nicht zu Ende. Surfer sind ausdauernd und Wasserhähne sind überall. Inzwischen besitzt jeder ein größeres Gefäß und jeder jagt jeden. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei, alle Kids sind bis auf die Haut nass und streben der Dusche zu.....

- und die Trockengebliebenen machen den Abwasch!

Zurück nach oben


Karibische Nächte

Campingplatz am Großen Meer: Für dieses Wochenende hat sich Heino Onken etwas Besonderes einfallen lassen: es ist warm und selbst in der Nacht wird es nicht richtig kühl. Was also  liegt näher, als eine zünftige karibische Nacht zu feiern. Das Wetter gibt es gratis, Musik haben wir (sogar selbst gemachte, denn Franz Bruners hat seine Gitarre mitgebracht) und es fehlen nur noch die exotischen Drinks. Dafür ist Heino der Fachmann, denn er hat zum Geburtstag ein Buch bekommen „Jetzt mixe ich die tollsten Drinks selbst" und natürlich auch einen stilechten Mixbecher dazu. So reist er mit verschiedenen Säften, (ist das die Mehrzahl von Sirup?) und Getränken an. Natürlich fehlen die passenden Cocktailgläser ebenso wenig wie Cocktailkirschen, Partysticks und eine Riesenmenge Eiswürfel (in der Kühltasche von zu Hause mitgebracht). Heino hat seine besten Rezepte herausgesucht und diese auf einer professionell gestalteten Getränkekarte unter phantasievollen Namen wie z.B. „Surfer's Delight" oder „Wavebreaker" notiert. Natürlich fehlen auch nicht kleine Hinweise auf die Inhaltsstoffe. Dann ist es endlich soweit - der erste Drink wird kredenzt, probiert und für hervorragend befunden. Jetzt ist das Eis gebrochen und jeder ruft dem armen und von dem plötzliche Andrang völlig überforderten Heino zu, was er oder sie möchte. Für den Amateur - Mixer artet das Ganze richtig in Arbeit aus, aber die Begeisterung des Publikums lässt ihn zu schier übermenschlichen Leistungen über sich selbst hinauswachsen. Nach etwa zwei Stunden kann der Meister endlich auch einen Cocktail für sich selbst zubereiten. Jetzt kommt Herr Kirschbaum, der Pächter des Campingplatzes auf seiner abendlichen Kontrollrunde vorbei. Auch er wird auf einen kleinen Schluck eingeladen, doch es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu einem kleinen Aufenthalt bei den Surfern zu überreden. Nachdem wir ihm erklärt haben, was an diesem Abend bei uns angesagt ist, möchte er schließlich doch einmal von den Köstlichkeiten probieren - und ist erwartungsgemäß auch begeistert. Aus den fünf Minuten wird dann auch ein gutes halbes Stündchen und frohgemut verlässt er unseren Kreis, um seine Runde zu beenden. Jetzt will sich auch Franz einmal in der Kunst des Mixens versuchen („Das kann doch nicht so schwer sein. Lass mich mal!"). Heino ist einverstanden, denn er hat, bei ungebrochener Nachfrage, keine Lust mehr. Franz schafft es, in kürzester Zeit und ohne Rezepte, die buntesten Getränke unter das Volk zu bringen. Alle schmecken ziemlich süß und kommen ebenfalls gut an. Am nächsten Morgen macht Heino Bestandsaufnahme und muss dabei feststellen, dass Franz am gestrigen Abend in kürzester Zeit den größten Teil seines Grenadinesirups verbraucht hat, der normalerweise für ein ganzes Jahr ausgereicht hätte. Aber schön bunt waren die Cocktails und man ist sich einig: diese „Karibische Nacht" muss unbedingt wiederholt werden.

Zurück nach oben


Surfen und Surfen

Ansurfen am Leekstermeer: Nicht immer werden die Fähigkeiten der eigenen Eltern vom hoffnungsvollen Nachwuchs so positiv beurteilt, wie von diesen selbst. So sagt Heiko Sielings Tochter zu ihrem Papa: „Du, Papa, ich finde, der einzige Ort, wo Du wirklich gut surfen kannst, ist das Internet!"

Zurück nach oben


Von Hunden und Menschen

Lauwersoog: Heino Onken und Franz Bruners haben schon bei der Anreise in Groningen die richtige Autobahnabzweigung verpasst und sind in einem großen Bogen schließlich doch noch in Lauwersoog angekommen. Es ist ziemlich kalt uns zu allem Überfluss herrscht auch noch an allen Tagen eine totale Flaute. Was also tun? Holland ist das Land der Radfahrer und so leihen wir uns auf dem Campingplatz Fahrräder für eine Radtour am Deich entlang zum nächsten Dorf. Mit von der Partie sind Bernd und Brigitte Herden mit ihrem Hund Blanka. Blanka ist ein kleiner, lebhafter und zutraulicher Hund, der jedoch einen Fehler hat: Er kann nicht hören! Er ist zwar nicht taub - ganz im Gegenteil - aber wenn man zu ihm sagt „Kommst Du jetzt oder nicht!" dann kommt er - oder auch nicht. Bernd und Brigitte wissen das und lasen ihn nicht von der Leine. Heino aber findet das gar nicht nett dem „armen" Hund gegenüber. Also nervt er die beiden Hundebesitzer immer wieder: „Lasst den Hund doch mal ein bisschen nach Herzenslust laufen. der Deich ist doch eingezäunt und er kann nicht weglaufen." Wider besseres Wissen lassen sich die beiden schließlich breitschlagen und Blanka läuft los. Übermütig rast er über den Deich. Da erspäht er in einiger Entfernung eine Schafherde, die er zunächst einmal ankläfft und dann kräftig aufmischt. „Hoffentlich sieht das der Schäfer nicht", denken wir alle, „denn das gibt dann Ärger." Also muss Blanka wieder an die Leine! Bernd und Brigitte rufen und locken den Vierbeiner nach allen Regeln der Kunst. Doch Blanka sieht die ganze Sache völlig anders, denn näher als bis auf drei Meter kommt er niemals an einen von uns heran. Am Tor zum nächsten Deichabschnitt lauern wir ihm wieder auf, denn wenn er uns folgen will (und das will er ja wohl), dann muss er hier hindurch. Doch auch dieser Plan ist in der Theorie besser als in der Praxis, denn Blanka ist schlauer und kriecht unter dem Draht durch. Die ersten Häuser kommen näher und wir verstecken uns hinter einer Hausecke um uns auf den Hund zu stürzen, sobald er neugierig um die Ecke biegt. „Hoffentlich sieht uns hier keiner," hoffen wir alle inständig, als wir wieder mal vergeblich um die Hausecke blinzeln, denn wir haben das Gefühl, dass wir für unbeteiligte Zuschauer eine ziemlich lächerliche Figur machen müssen. Schließlich beschließen wir, uns zu trennen und im nächsten Café wieder zu treffen. Wie und mit welchen Tricks Bernd und Brigitte es schließlich geschafft haben, ihren vierbeinigen Liebling wieder einzufangen, das blieb ihr Geheimnis. Aber immerhin - schon nach einer knappen Stunde saßen wir wieder zusammen bei einer schönen Tasse Kaffee - mit Blanka, die für den Rest dieses Wochenendes nicht mehr von der Leine gelassen wurde. Und Heino fand das jetzt ganz in Ordnung...

Zurück nach oben

Ein Surfbrett namens „ Bodo I"

Er ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten in ganz Wittmund! Der Bürgermeister etwa? Oder der Landrat? Nein, weit gefehlt, aber trotzdem: bei ihm trifft sich halb Wittmund bei einem Glas Bier oder aber auch zu Schnitzel mit Pommes , zu Grünkohl mit Pinkel oder aber auch zu einer zünftigen Portion Snirtjebraa'. Hier werden Lokalpolitik gemacht und gelegentlich, zu vorgerückter Stunde, auch die wirklich großen Probleme dieser Welt gelöst. Die Rede ist natürlich von Bodo Janssen, dessen Gaststätte „Bei Bodo" in der Klusforder Straße Treffpunkt für Jung und Alt ist. So ist diese gemütliche Kneipe auch der Ort, an dem sich die Mitglieder der Surfabteilung schon seit ewigen Zeiten nach dem Sport, zu Besprechungen und zu Sitzungen der Abteilungsleitung, aber auch zur Jahreshauptversammlung sowie zu Feierlichkeiten aller Art treffen. Bodo Janssen ist also eine feste Adresse für die Wittmunder Surfer und so erfährt er auch aus erster Hand so einiges über die Aktivitäten der Sportler. Besonders gefallen hat ihm die Tatsache, dass hier ganz gezielt etwas Sinnvolles und Attraktives für die Jugendlichen geboten wird, die damit gar nicht erst auf die Idee kommen, ihre Tage damit zu verbringen, vor dem Fernseher zu hocken oder ihre Zeit anderweitig totzuschlagen. Surfwochenenden am Großen Meer mit Zeltlager und kostenlosem Surfmaterial inklusive Einweisung in die Technik des Windsurfens für Anfänger - dieses Konzept scheint aufzugehen. Über 25 Jugendliche, die regelmäßig dabei sind - das sind die Früchte dieser etwas anderen Art von Jugendarbeit. Bodo möchte dieses Engagement fördern und entschließt sich, die Jugendgruppe mit einer großzügigen Spende zu unterstützen. Dadurch ist es möglich, unverzüglich vor Saisonbeginn 1994 ein nagelneues Allround-Funboard zu kaufen. Die Jugendlichen sind begeistert und beschließen spontan, dass dieses Brett ein ganz besonderes ist und deshalb auch, im Gegensatz zu allen anderen Vereinsbrettern, einen Namen braucht. Bei der Jahreshauptversammlung - natürlich „Bei Bodo"- wird das neue Surfboard feierlich getauft und Bodo Janssen zum Ehrenmitglied der Abteilung gemacht (dem bisher einzigen, übrigens). Der Name des Brettes lautet - wie könnte es denn anders sein - natürlich „Bodo". Nur „Bodo"?

Nein, es heißt „Bodo I"! Man kann ja nie wissen...

Zurück nach oben

Surferuhren gehen anders...

Ostbense: Berend Scholtalbers, Rüdiger Janssen und Franz Bruners sind nach Ostbense gefahren, denn die Sonne scheint und es weht ein gleichmäßiger Südwestwind der Stärke 5. Es ist bereits gegen 18.00 Uhr und das auflaufende Wasser hat bereits den Boden des Wattenmeeres bedeckt. Hochwasser steht heute erst für 20.30 Uhr im Tidenkalender und so können die drei sich auf einige Stunden auf dem Wasser bei besten Wetterverhältnissen freuen. In Ruhe wird aufgeriggt und schon bald heizen die drei, fest in den Schlaufen stehend und im Trapez eingehakt, hin und her, was das dichtgeknallte Segel hergibt. Bei Hochwasser wird eine kleine Pause eingelegt und ein kurzes Sonnenbad genommen. Die Sonne steht jetzt schon weit im Westen und taucht die Nordsee, die gewöhnlich grau und abweisend ist, in ein Meer von flirrenden Licht - Reflektionen. Schon bald zieht es die drei wieder auf das Wasser und wie im Rausch gleiten sie wieder und wieder über die Wellen, die die jetzt von der tief stehenden Sonne in eine rotgoldene Traumlandschaft verwandelt worden sind. Ein solches Erlebnis kann man nicht abbrechen, denn wann hat man das schon einmal gehabt? Plötzlich fahren Fischkutter mit Positionslichern vorbei und erst jetzt bemerken Franz, Rüdiger und Berend, dass es schon sehr dämmrig geworden ist. Rasch wird abgeriggt und als das Material über den Deich zum Auto gebracht wird, gehen in den benachbarten Häusern die Rollläden herunter, denn es ist bereits nach 23.00Uhr. Die Frauen der Mitternachtssurfer haben bereits miteinander telefoniert, wo denn nur die Männer bleiben. Aber eigentlich ist ihnen klar: die drei haben einmal wieder beim Surfen einfach die Welt um sich herum vergessen...

Zurück nach oben

Über das gestörte Verhältnis der Surfer zu Außenbordmotoren...

Hooksiel, Ferienpassaktion: Wie in jedem Jahr wird diese Veranstaltung für Jugendliche, die zum erstmals das Windsurfen ausprobieren möchten, von dem bewährten Team um Werner Doden geleitet und die Nachfrage nach diesem begehrten Angebot ist wieder einmal sehr groß gewesen. In diesem Jahr sind auch Rolf Kröger und sein Sohn Lars Mitglieder des Betreuerteams. Rolf hat sein privates Schlauchboot mit Außenbordmotor mitgebracht, um im Bedarfsfall Neulingen, die den Rückweg nicht aus eigener Kraft schaffen, zur Hilfe zu kommen und sie wieder zum Ausgangspunkt ihrer Fahrt zurückzubringen. Diesen Luxus hatte man vorher noch nie und alle sind über dieses neue Angebot begeistert. Nach Rolfs ermahnenden Worten: „Bindet aber auf alle Fälle den Außenborder am Boot an, denn er kann sich auch mal von selbst lösen!" können die Rettungsaktionen anlaufen. Besonders am ersten Tag kommt das kleine Boot öfter zum Einsatz und ein paar Fahrten rein aus Spaß werden auch für die Kids durchgeführt.

Am nächsten Tag ist Lars „Kapitän" auf dem „Rettungskreuzer". Der erste Einsatz steht schon bald an und er macht sich auf den Weg zu dem gestrandeten Neuling. Die Fahrt verläuft ungestört bis zur ersten Kurve. Denn da macht der Motor einen gewaltigen Satz und verabschiedet sich in das von Schwebeteilchen undurchsichtige Wasser des Binnentiefs. „Macht nichts!" denkt Lars und greift nach der Sicherungsleine, die den Motor mit dem Boot verbindet - oder zumindest verbinden sollte, denn Lars greift ins Leere. Da fällt es ihm siedendheiß ein, dass er nicht daran gedacht hat, die Maschine zu sichern. Also holt er Hilfe und gemeinsam wird ein Versuch gestartet, den Außenborder zu finden. Dieser zeigt aber kein Ergebnis, da das Wasser einfach zu tief ist. „Da müssen Taucher her. Die holen den Motor in ein paar Minuten heraus." hat einer die Lösung parat. Und so wird die Tauchergruppe des DLRG Esens alarmiert, die gerne eine solche Herausforderung annimmt. Mit ihrer gesamten Ausrüstung erscheinen die Aktiven nach etwa einer Stunde am Ort des Geschehens und nach kurzer Zeit zeugen die aufsteigenden Luftblasen ihrer Pressluftflaschen davon, dass hier Fachleute bei der Arbeit sind. Lars hat sich die Stelle, an der er seinen Außenborder verloren hat, so ungefähr gemerkt. Aber wohl doch nicht genau genug, denn nach ein paar Stunden geben die Esenser Taucher auf: sie haben das Objekt ihrer Suchaktion nicht gefunden. Ein zünftiger Grillabend entschädigt sie für ihren Aufwand, doch der arme Rolf Kröger muss seitdem sein Schlauchboot wieder als Ruderboot benutzen.

Wenn also jemand einen wenig gebrauchten Außenbordmotor braucht - im Hooksieler Binnentief liegt einer. Er muss aber selbst abgeholt werden. Näher Auskünfte bei Lars Kröger...

Zurück nach oben